Was macht eine gute Beziehung aus? Die 5 wichtigsten Faktoren!

Daphne Sekertzi

Was macht eine gute Beziehung aus? Wie schaffen es die einen über Jahrzehnte glücklich zu sein, während andere bereits nach nur wenigen Monaten scheitern? Diesen Fragen gehen Forscher, Psychologen und Beziehungsexperten immer wieder auf dem Grund. Sie sind dabei zu einigen spannenden Erkenntnissen gekommen, die Antworten liefern: Auf diese 5 Faktoren kommt es in einer guten Partnerschaft an!

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Jeder beschäftigt sich irgendwann mit dieser Frage: Was macht eine gute, glückliche Beziehung aus? Die Antwort darauf ist gar nicht so einfach, zumal jeder Mensch eine andere Vorstellung davon hat, wie eine gute Beziehung aussieht. Trotzdem gibt es wissenschaftlich Erkenntnisse und Tipps von Experten, die eine Orientierung bieten.

 

Was macht eine gute Beziehung aus? 5 Dinge, die den Unterschied machen

Vertrauen, Ehrlichkeit und Treue –  diese Begriffe fallen oft, wenn es um die Grundlagen einer guten, dauerhaften Partnerschaft geht. Und das Gefühl muss natürlich auch stimmen. Darüber hinaus gibt es aber noch einiges mehr, was die Liebe stärkt und Paare davor bewahrt, sich bereits nach kurzer Zeit zu trennen. Auf diese 5 Faktoren komm es an!

 

1. In einer guten Beziehung streitet man richtig

Kommunikation, davon sind Beziehungsexperten und Psychologen überzeugt, ist das Geheimnis jeder langen Beziehung. Im Austausch zu bleiben und sich dem anderen mitzuteilen, kann dabei helfen, Probleme zu lösen und Missverständnisse aus der Welt zu schaffen.

Die richtige Art der Kommunikation spielt aber vor allem bei Diskussionen und Streitigkeiten eine immens wichtige Rolle. Gute Beziehungen zeichnen sich dadurch aus, dass auch im Streit ein respektvoller Umgang miteinander gepflegt wird, bei dem die Partner trotz Ärger aneinander zugewandt bleiben und zerstörerische Kommunikationsmuster vermeiden. Von diesen gibt es laut dem US-amerikanischen Psychologen John Gottmann übrigens insgesamt fünf, die er als „apokalyptische Reiter“ bezeichnet: Destruktive Kritik, Abwehrhaltung, Verachtung, Mauern/Rückzug und Machtdemonstration. Solche Verhaltensweisen vergiften jede Beziehung und garantieren eine frühe Trennung.

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2. Paare die gemeinsam lachen, sind glücklicher

In Umfragen zu begehrenswerten Eigenschaften von Beziehungspartnern kommt übermäßig oft eine bestimmte Antwort: Humor. Wie wichtig er für eine gut funktionierende Partnerschaft ist, darauf weist eine amerikanische Studie hin. Ein Forscher-Team der University of North Carolina hat unter der Leitung der Sozialpsychologin Laura Kurtz 77 Paare, die im Schnitt vier Jahre liiert waren, gebeten, die Geschichte ihres Kennenlernens nachzuerzählen. Im Anschluss ermittelten sie anhand von Videoaufnahmen die Anzahl der Lacher und schlussfolgerten daraus: Paare, die häufig miteinander lachen, führen glücklichere Beziehungen.

Zwar ist die Richtung der Kausalität nicht ganz klar: Entweder lachen die Paare mehr, weil sie glücklich sind oder sie sind glücklich, weil sie gemeinsam lachen. Jedoch braucht es keine wissenschaftliche Studie dafür, um zu wissen, dass Humor der Beziehung Leichtigkeit verleiht, Spannungen löst und die Liebe dadurch stärken kann.

 

3. Das persönliche Glück hängt nicht vom Partner ab

Für die meisten Menschen gehört die Liebe zu einem erfüllten Leben dazu. Wichtig ist dabei nur, sein Glück nicht und vor allem nicht ausschließlich von seiner Beziehung abhängig zu machen. Das bewahrt einen davor, die überzogene und völlig unrealistische Erwartung an den Partner zu stellen, einen vollends glücklich zu machen.

In der Psychologie weiß man inzwischen, dass das Glücksempfinden ähnlich wie ein Charakterzug eine stabile Eigenschaft ist, die sich nicht durch äußere Faktoren dauerhaft verändern lässt. Das persönliche Glückslevel kann kurzzeitig durch eine frische Liebe einen Boost bekommen, es pendelt sich dann aber irgendwann wieder auf das Ursprungsniveau ein.

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4. Die 5:1-Formel macht eine glückliche Beziehung aus

Was Forscher der Universität Washington herausgefunden haben, könnte man als „Glücksformel“ bezeichnen. Eine Meta-Analyse ergab, dass in stabilen Ehen ein bestimmtes Interaktionsmuster vorherrscht. Demnach gibt es fünfmal mehr gute als schlechte Momente im Leben eines glücklichen Paares. Verändert sich dieses Verhältnis zugunsten der negativen Interaktionen, z.B in Form von verletzenden Kommentaren oder Streit, steigt das Scheidungsrisiko extrem an.

Das heißt nicht, dass Sie ab jetzt jede Interaktion mit Ihrem Partner bewerten und Buch darüber führen müssen. Helfen kann das Wissen über diese Formel aber trotzdem, indem sie dafür sensibilisiert, dass Versöhnung und Wiedergutmachung zu jeder guten Ehe und Beziehung dazugehören.

 

5. Gute Partnerschaft: Gemeinsame Ziele und eigene Bedürfnisse

Eine Beziehung macht aus zwei „Ichs“ ein „Wir“. Je mehr Zeit vergeht, desto stärker verschmelzen die zwei Leben zu einem gemeinsamen. Zukunftspläne, gemeinsame Ziele und Projekte machen eine gute Beziehung aus, weil sie die Bindung stärken und eine partnerschaftliche Basis schaffen.

Beziehungsexperten raten aber auch dazu, die Unabhängigkeit und Individualität zu bewahren – dem „Wir“ hin und wieder ein „Ich“ entgegenzusetzen. Nur so können sich beide Partner weiterentwickeln und ihren eigenen Interessen und Zielen im Leben nachgehen. Warum das eine gute Beziehung ausmacht: Ein ausgeglichenes Maß an Nähe und Distanz verhindert, dass sich Langeweile einschleicht und irgendwann die Luft raus ist.

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Quelle:

Recipe For A Happy Marriage: The 7 Scientific Secrets, in: bakadesuyo

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