Was kommt bei Akne als Therapie infrage?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Symptome
  3. 3. Ursachen
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Die Therapie einer Akne richtet sich nach dem jeweiligen Schweregrad und der konkreten Ursache für die Hauterkrankung. Auch wenn die typische Akne (Acne vulgaris) in der Regel nach wenigen Jahren von alleine ausheilt, sollten Sie frühzeitig Ihren Hautarzt aufsuchen. So können Sie das Risiko eines schweren Verlaufs ebenso verringern wie das Risiko dauerhafter Narben.

Unabhängig von der jeweiligen Therapie der Akne können Sie selbst dazu beitragen, Verlauf und Heilungsprozess positiv zu beeinflussen. Dazu gehört: Pickel und Mitesser niemals selbst „behandeln“ oder ausdrücken. Das kann zu zusätzlichen Infektionen und Irritationen führen und die Akne verstärken. Überlassen Sie das dem Hautarzt oder gut geschulten Kosmetikerinnen. Stimmen Sie außerdem die tägliche Hautreinigung und Hautpflege mit Ihrem Hautarzt ab.

Die eigentliche Therapie der typischen Akne konzentriert sich immer auf drei Angriffspunkte, die an der Entstehung beteiligt sind:

  • die Absenkung der überhöhten Talgproduktion
  • die Beseitigung bakterieller Infektionen und ihrer Folgen
  • die Regulierung der Hornzellen-Bildung
 

Wirkstoffe bei der leichten Form der Akne

Je nach Schweregrad und Form der Akne bieten sich für die eigentliche Therapie unterschiedliche  Möglichkeiten und Wirkstoffkombinationen an. Für leichte Formen der typischen Akne kommen Wirkstoffe in Form von Lösungen, Gels oder Cremes infrage, die Betroffene auf die Haut auftragen, entweder als einzelne Wirkstoffe oder in Kombination:

Pickel sollten Sie niemals selbst ausdrücken. Überlassen Sie das dem Hautarzt oder einer gut geschulten Kosmetikerin
Pickel sollten Sie niemals selbst ausdrücken. Überlassen Sie das dem Hautarzt oder einer gut geschulten Kosmetikerin© imago
  • Retinoide (z.B. Isotretinoin)
  • Benzoylperoxid (BPO)
  • Azelainsäure
  • Salizylsäure
  • Antibiotika (z.B. Erythromycin)
 

Antibiotika bei mittelschweren Formen der Akne

Bei mittelschweren Formen der typischen Akne besteht zusätzlich die Möglichkeit, bestimmte Antibiotika (z.B. Doxycyclin, Erythromycin) in Form von Tabletten einzunehmen und so die antibiotische Wirkung zu verstärken. Frauen können bestimmte Kontrazeptiva („Anti-Babypille“) einnehmen, die auch die Wirkung der männlichen Geschlechtshormone hemmen.

 

Retiniode zur Behandlung der Acne conglobata

Schwere Formen der typischen Akne (Acne conglobata) behandelt der Hautarzt hauptsächlich mit Antibiotika oder Retinoiden (z.B. Isotretinoin), die als Saft oder Tablette ein- oder mehrmals täglich eingenommen werden. Ergänzend können die unterschiedlichen Wirkstoffe der Akne-Therapie in Form von Lösungen, Cremes oder Gels auf die Haut aufgetragen werden.

Eine zusätzliche Therapie mit Blaulicht kann den Verlauf von leichter bis mittelschwerer Akne positiv beeinflussen. Auch chemische Peelings unterstützen die Heilung. Die Bestrahlung mit UV-Licht wird wegen der Risiken von UVA- und UVB-Strahlung nicht mehr empfohlen.

Die Therapie von Akne-Formen, die durch Kosmetikprodukte, Chemikalien oder Medikamente ausgelöst wird, setzt vor allem darauf, die eigentliche Ursache auszuschalten. Hier ist es in erster Linie wichtig, den Kontakt zu den auslösenden Stoffen zu vermeiden.

Vorbeugung
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