Was ist Tollwut und wie kann ich mich davor schützen?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Tollwut ist eine Infektionskrankheit mit hoher Todesrate, die sowohl Menschen als auch Tiere treffen kann. PraxisVITA erklärt, auf welchen Wegen die Krankheit übertragen wird, welche Symptome es gibt und wie eine Tollwut behandelt wird.

 

Was ist Tollwut?

Tollwut ist eine meist tödlich verlaufende Infektionskrankheit von Mensch und Tier, die durch das Rabies-Virus ausgelöst wird. Sie wird durch den Biss eines tollwütigen Tieres (Hund, Wolf, Fuchs, Fledermaus) oder bei einem Schleimhautkontakt mit ansteckendem Material (zum Beispiel Speichel) übertragen. In Deutschland gilt die Tollwut bei Wild- und Haustieren mittlerweile als ausgerottet, in Afrika und Asien kommt es aber nach wie vor zu Infektionen. Die Tollwut ist eine der ältesten bekannten Infektionskrankheiten des Menschen.

Mann mit Bisswunde am Bein
Tollwut wird über Bisswunden übertragen © iStock/ANZAV

Die Infektionskrankheit greift das zentrale Nervensystem an und verursacht unter anderem eine Entzündung des Gehirns (Enzephalitis). Ohne eine frühe Behandlung verläuft eine Tollwut-Infektion tödlich. Es gibt jedoch eine Tollwut-Impfung, dir vor einer Erkrankung schützt.

 

Welche Tollwut-Arten gibt es?

Bei der Tollwut wird zwischen der sogenannten urbanen und sylvatischen Tollwut sowie der durch Fledermäuse übertragenen Tollwut unterschieden. Sie unterscheiden sich nur durch ihren Überträger:

  • Die sylvatische Tollwut beschreibt die durch wild lebende Tiere (zum Beispiel Füchse, Waschbären, Wölfe) übertragene Tollwut,
  • Bei der urbanen Form sind Hunde die Überträger der Krankheit auf andere Tiere und den Menschen.

Die urbane und sylvatische Tollwut werden auch als klassische, terrestrische Form zusammengefasst. Die Ansteckung des Menschen mit Tollwut erfolgt hauptsächlich durch infizierte Hunde.

Schäferhund wird vom Tierarzt gegen Tollwut geimpft
Haustiere wie Katzen und Hunde sollten vorsichtshalber gegen Tollwut geimpft werden © iStock/pyotr021

 

So verbreitet ist Tollwut

Die Tollwut ist eine der ältesten bekannten, vom Tier auf den Mensch übertragbaren Infektionskrankheiten, eine sogenannte virale Zoonose. Die Krankheit ist weltweit verbreitet. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsbehörde WHO sterben jährlich rund 55.000 Menschen an Tollwut, 99 Prozent davon in Afrika und Asien. Deutschland ist eines der Länder in Europa, das laut Angabe des Robert Koch Instituts seit 2008 als tollwutfrei gilt. Durch spezielle Futterköder zur oralen Impfung sowie durch Impfungen bei Haustieren konnte die Tollwut in Deutschland ausgerottet werden. 

Ein Tollwut-Impfschutz für Haustiere ist trotzdem wichtig, da Hunde und Katzen sie (auf Reisen oder zu Hause) mit eventuell tollwütigen Tieren aus dem Ausland in Kontakt kommen können.

 

Von tollwütigem Tier gebissen? Das ist zu tun

Sind Sie von einem Tier gebissen worden, von dem Sie denken, dass es mit Tollwut infiziert ist, sollten Sie sich innerhalb von 72 Stunden nach dem Biss gegen Tollwut impfen lassen.
Ärzte empfehlen sich impfen zu lassen, wenn:

  • Sie von einem Wildtier gebissen wurden
  • Ihr Haustier sich tollwütig (extrem zutraulich oder extrem aggressiv) verhält
  • das Tier nicht eingefangen werden konnte 
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