Was ist Serotoninmangel?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursache
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Serotonin, auch als Glückshormon bekannt, ist ein Gewebshormon, das an vielen Prozessen in unserem Körper beteiligt ist. Besonders eine Eigenschaft wird ihm nachgesagt: Es bestimmt unsere Laune. Warum ein Serotoninmangel so gefährlich ist, erfahren Sie hier.

Serotonin ist ein sogenanntes Gewebshormon, das auch als Neurotransmittel fungiert. Der menschliche Körper bildet es aus der Aminosäure Tryptophan, die sich in vielen Nahrungsmitteln befindet. Eine Liste der besten Tryptophan-Lieferanten finden Sie hier. Ein Serotoninmangel kann unsere Stimmung negativ beeinflussen.

 

Warum Serotonin so wichtig ist

Der größte Serotoninspeicher in unserem Körper ist der Darm. Etwa 90 Prozent des Hormons sind in dessen Schleimhaut gebunden. Seine Wirkung entfaltet es über die sogenannten 5-HT-Rezeptoren. Das Hormon ist unter anderem an folgenden Prozessen beteiligt:

  • Wärmehaushalt
  • Blutdruck
  • Sexualverhalten
  • Appetit
  • Schlaf-/Wachrhythmus
  • Gedächtnisleistung
  • Schmerzempfinden
Wenn Sie unter Serotoninmangel leiden, sind sie häufig schlecht gelaunt
Serotoninmangel kann für schlechte Stimmung und generelle Abgeschlagenheit sorgen. Da das Gehirn Serotonin täglich neu bilden muss, können Sie mit den richtigen Maßnahmen einem Mangel vorbeugen© Fotolia

Studien zeigen, dass ein Serotoninmangel einen starken Einfluss auf emotionale Prozesse wie Angst oder Aggression hat.

Serotonin kann zwar über die Nahrung aufgenommen werden, kommt dadurch jedoch nicht im Gehirn an. Denn dazu müsste es die sogenannte Blut-Hirn-Schranke überwinden, die wie eine Art Schutzmechanismus für das Gehirn funktioniert. Deshalb muss Serotonin täglich im Gehirn selbst neu gebildet werden. Hier kommt die Aminosäure Tryptophan ins Spiel: Sie kann die Blut-Hirn-Schranke passieren und bildet so den Ausgangsbaustoff für die Synthese von Serotonin im Hirn.

 

Serotoninmangel: Der Einfluss auf Krankheiten

Eine Störung des Serotoninspiegels oder ein Serotoninmangel steht mit unterschiedlichen Krankheiten in Verbindung. Erhöht sich die sogenannte freie Serotoninkonzentration im Körper, dann führt diese zu der sonst eher seltenen pulmonalen Hypertonie. In Studien konnte bei Migränepatienten beobachtet werden, dass der Serotoninspiegel vor einer Attacke stark schwankt.

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