Was ist eine Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Sehr schnell kann sich aus der laufenden Nase eine Entzündung der Nasennebenhöhlen entwickeln – medizinisch Sinusitis genannt. Die Schleimhäute schwellen an, Sekret kann nicht mehr abfließen. Durch den Flüssigkeitsstau kommt es zu einem unerträglichen Druckgefühl über den Augen oder in den Wangenknochen. Oft ist auch der Gleichgewichtssinn gestört, die Ohren sind in Mitleidenschaft gezogen. PraxisVITA erklärt, wie eine Sinusitis entsteht und was dagegen hilft.

Sinusitis
Von einer Sinusitis spricht man, wenn die Nasennebenhöhlen von einer Entzündung befallen sind © istock/decade3d
 

Was ist eine Sinusitis und wie entsteht sie?

Sinusitis Definition

Eine Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) ist eine akute oder chronische Entzündung der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen. Sie wird häufig durch Bakterien hervorgerufen, kann aber auch durch Viren, Pilze oder allergisch bedingt sein.

Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung, medizinisch als Sinusitis bezeichnet, ist die Schleimhaut der Nasennebenhöhlen entzündet. Es gibt akute und chronische Formen der Nasennebenhöhlenentzündung. Die akute Sinusitis dauert maximal zwölf Wochen, während die chronische Form über einen Zeitraum von mehr als zwölf Wochen andauert. Sehr häufig tritt die Nasennebenhöhlenentzündung gemeinsam mit einem Schnupfen (Rhinitis) auf, bei dem die Schleimhaut der Nase entzündet ist. Mediziner sprechen dann von einer Rhinosinusitis.

Frau mit Schnupfen
Krankheiten & Symptome  

Schnupfen (Rhinitis)

Die akute Sinusitis entwickelt sich meist infolge eines Erkältungsschnupfens, die chronische Sinusitis hingegen meist aus einer nicht ausgeheilten Nasennebenhöhlenentzündung oder einem anhaltenden allergischen Schnupfen hervorgeht.

Weitere Ursachen:

  • anatomische Veränderungen innerhalb der Nase
  • Nasenscheidewandverbiegungen
  • Rachenpolypen
  • vergrößerte Nasenmuscheln
 

Nasennebenhöhlen: Aufbau und Funktion

Sinusitis
Zu den Nasennebenhöhlen gehören zwei Stirnhöhlen, die paarigen Siebbeinhöhlen, zwei Keilbeinhöhlen und zwei Kieferhöhlen © istock

Die Nasennebenhöhlen sind mit Luft gefüllte Hohlräume im Schädelknochen. Zu ihnen zählen die zwei Stirnhöhlen, die zwei Kieferhöhlen, die zwei sogenannte Keilbeinhöhlen und die etwa zehn Siebbeinzellen zwischen den Augenhöhlen. Alle Nasennebenhöhlen sind durch enge Öffnungen mit der Nasenhöhle verbunden. Ihre Oberfläche ist, wie auch die der Nase, mit einer speziellen Schleimhaut ausgekleidet, die mit winzigen Flimmerhärchen besetzt ist. Zur Selbstreinigung der Nase und Atemluft produziert diese Schleimhaut ein schleimiges Sekret und befördert es Richtung Rachen. Auf diese Weise werden Erreger und Schadstoffe, die in die Nase gelangt sind, bis zum Magen transportiert und dort von der Magensäure unschädlich gemacht. Außerdem erwärmen die Nasennebenhöhlen die Atemluft und feuchten sie an.

 

Welche Symptome können bei einer Sinusitis auftreten?

Sinusitis Leitbeschwerden
  1. Akute Form:
  • Eitriges, gelblich-grünes Nasensekret
  • Abgeschlagenheit
  • Fieber
  • Kopfschmerzen

2. Chronische Form:

  • Dünnflüssiges Sekret
  • Kopfschmerzen
  • Leistungsschwäche
  • Müdigkeit

Bei Erwachsenen können grundsätzlich alle verschiedenen Nasennebenhöhlen von der Sinusitis betroffen sein. Am häufigsten betrifft sie allerdings die Kieferhöhle (Sinusitis maxillaris), danach in absteigender Reihenfolge die Siebbeinzellen (Sinusitis ethmoidalis), Stirn- (Sinusitis frontalis) und Keilbeinhöhle (Sinusitis sphenoidalis). Bei Kindern sind meistens die Siebbeinzellen betroffen. Eine chronische Sinusitis betrifft meist die Kieferhöhle und die Siebbeinzellen, Stirnhöhle und Keilbeinhöhle werden seltener befallen. Die Entzündung kann eine Nasennebenhöhle, mehrere oder auch alle Nasennebenhöhlen betreffen. Eine Sinusitis aller Nasennebenhöhlen wird als Pansinusitis bezeichnet.

Eine Sinusitis tritt sehr häufig auf. Schätzungsweise jeder siebte Erwachsene erkrankt mindestens einmal im Jahr an einer akuten Sinusitis.

 

Hilft Honigwasser bei Sinusitis?

Sinusitis
Laut einer Studie wirkt Honig mit Wasser verdünnt besonders gut bei Krankheiten wie Sinusitis und Husten© iStock

Schon lange ist Honig für seine antibiotischen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt und wird daher als Hausmittel bei Erkältungskrankheiten wie Sinusitis und Husten verwendet. Eine aktuelle Studie belegt, dass Honig am besten gegen Bakterien wirkt, wenn er mit Wasser verdünnt wird. Der Grund: Honig bekämpft Bakterien deshalb so gut, weil er Wasserstoffperoxid enthält – das sich allerdings erst bildet, wenn der Honig mit Wasser verdünnt wird. Für eine möglichst effektive Anwendung empfehlen Experten, einige Löffel Honig in lauwarmem Wasser aufzulösen und morgens auf nüchternen Magen zu trinken. Mehr Informationen über die heilenden Effekte von Honigwasser können Sie im Artikel „So gesund ist Honigwasser“ nachlesen.

Thymianhonig gegen Sinusitis
Natürlich gesund  

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Sinusitis – wann zum Arzt?

Sofort, wenn
  • starke Kopfschmerzen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Druck auf dem Auge
  • Sehstörungen
  • Reizbarkeit
  • und/oder starke Müdigkeit auftreten.

 

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