Was ist eine Mandelentzündung?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Starke Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und hohes Fieber: Eine Mandelentzündung, oder auch Angina tonsillaris, tritt gerade bei Kindern und Jugendlichen häufig auf. PraxisVITA erklärt alles rund um Symptome und Behandlungsmethoden.

Früher wurden bei einer Mandelentzündung häufig die entzündeten Gaumenmandeln entfernt. Heutzutage setzen Ärzte Antibiotika ein und versuchen so, die wichtige Funktion der Mandeln im Immunsystem zu erhalten.

 

Was ist eine Mandelentzündung?

Eine Mandelentzündung ist eine schmerzhafte Entzündung der Gaumenmandeln (Tonsillen). Erkältungs- und Grippeviren können eine akute Mandelentzündung verursachen.

 

Die Mandeln als Teil des Immunsystems

Der Mensch besitzt neben zwei Gaumenmandeln außerdem auch Rachen-, Tuben- und Zungenmandeln. Zusammen bilden sie den sogenannten Waldeyerschen oder lymphatischen Rachenring bilden, der aus lymphatischem Gewebe besteht und viele weiße Blutkörperchen (Lymphozyten) enthält. Dieser Rachenring ist die erste Abwehrbarriere gegen Keime, die durch Nase und Mund in die oberen Atemwege eindringen. Er ist daher ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems.

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Woran erkenne ich eine Mandelentzündung?

Eine Mandelentzündung ist hochansteckend und verursacht verschiedene Beschwerden. Dazu gehören Fieber, Übelkeit, Halsschmerzen und eine belegte Stimme.

Die Entzündung ist mit einem Blick in den Rachen erkennbar: Bei weit geöffnetem Mund sind die Gaumenmandeln teilweise zu sehen. Sie liegen rechts und links in der sogenannten Mandelbucht im Rachen zwischen den vorderen und hinteren Gaumenbogen. Ihre Oberfläche hat ein zerklüftetes Aussehen mit zahlreichen spaltförmigen Einsenkungen (Krypten).  bei einer Mandelentzündung sind sie gerötet, geschwollen und haben oft punktuelle weiße Eiterablagerungen.

 

Muss ich mit einer Mandelentzündung zum Arzt?

Eine akute Mandelentzündung gehört zu den häufigsten Gründen, einen Arzt aufzusuchen. Wird sie adäquat behandelt, heilt sie im Normalfall innerhalb von einer bis zwei Wochen ohne Folgen aus. Unbehandelt kann es zu schweren Komplikationen oder zu einer chronischen Mandelentzündung kommen. Dauert eine Angina tonsillaris länger als drei Monate an, dann wird die Mandelentzündung als chronisch bezeichnet.

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