Was ist eine Erektile Dysfunktion? Alle Infos auf Praxisvita.de

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Bei einer erektilen Dysfunktion versteift sich der Penis nicht, oder nicht ausreichend lange, um befriedigenden Geschlechtsverkehr auszuüben. Die Erektionsstörung, die der Volksmund häufiger auch als Impotenz bezeichnet, kann viele unterschiedliche Ursachen haben.

 

Was bedeutet erektile Dysfunktion?

Die erektile Dysfunktion (kurz ED) ist der Fachbegriff für die Erektionsstörung bei Männern. Diese Potenzstörung zeichnet sich dadurch aus, dass der Penis bei sexueller Erregung nicht richtig steif wird oder die Versteifung nicht lange genug erhalten bleibt, um eine befriedigende Sexualität zu erleben. Im Gegensatz zu vereinzelt auftretenden Problemen bei der Erektion, die nicht krankhaft sein müssen, bestehen die Schwierigkeiten bei einer erektilen Dysfunktion über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten. Es handelt sich dabei um ein eigenständiges Krankheitsbild. Experten schätzen, dass in Deutschland etwa drei bis fünf Millionen Männer von einer erektilen Dysfunktion betroffen sind. Die Anzahl der Betroffenen steigt zwar mit zunehmendem Alter, jedoch kommen Erektionsstörungen auch bei jungen Männern vor.

 

So funktioniert die Erektion bei gesunden Männern

Normalerweise entsteht eine Erektion beim Mann folgendermaßen: Zunächst wirkt ein sexueller Reiz auf das Gehirn; dieser erfolgt zum Beispiel durch körperliche Berührungen, visuelle Reize oder auch durch sexuelle Phantasien. Das Gehirn leitet den Reiz über das Rückenmark hin zum Penis. Es kommt zum Erektionsreflex, bei dem sich die zuführenden Blutgefäße im Penis erweitern. Dadurch füllen sich die Schwellkörper (gekammerte, schwammartige Hohlräume im Inneren des Penis) mit Blut – das Glied vergrößert und versteift sich. Gleichzeitig drücken nun die Schwellkörper auf die Venen, die das Blut aus dem Penis abtransportieren und drosseln so den Blutabfluss. Auf diese Weise bleibt die Erektion bestehen. Am Ende der sexuellen Stimulation, führt ein Wechselspiel von neurologischen und hormonellen Einflüssen dazu, dass das Blut wieder aus den Schwellkörpern abfließt und der Penis erschlafft.

Bei gesunden Männern sind Erektionen übrigens nicht ausschließlich auf Phasen der bewussten sexuellen Erregung beschränkt. So kommt es auch während des Schlafes, insbesondere während der sogenannten REM-Phasen zu einer oder mehreren Erektionen. Diese sind altersunabhängig und können sowohl bei Kleinkindern als auch bei Hochbetagten auftreten.

Oft wird der Begriff Impotenz im allgemeinen Sprachgebrauch synonym mit der erektilen Dysfunktion verwendet. Dies ist jedoch recht ungenau.

 

Mediziner unterscheiden verschiedene Formen der Impotenz

  • Impotenzia coeundi: Sie bezeichnet die Unfähigkeit Geschlechtsverkehr auszuüben, aufgrund einer Erektionsstörung.
  • Impotenzia generandi: Darunter versteht man beim Mann die Zeugungsunfähigkeit, bei der Frau die Unfruchtbarkeit.

Die Abgrenzung ist wichtig, da ein Mann mit erektiler Dysfunktion über eine normale Fruchtbarkeit verfügen kann. Umgekehrt ist die Sexualfunktion bei unfruchtbaren Menschen normalerweise nicht eingeschränkt.

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