Was ist Asthma und was hilft wirklich?

Meeresluft ist Medizin fuer Asthmatiker
Laut Naturheilkundlern ist Meeresluft die beste Medizin für Asthmatiker. Dabei sollte eine Kur, zum Beispiel an der Nordsee, mindestens drei bis sechs Wochen dauern, damit sich ein gesundheitsfördernder Effekt einstellt © Fotolia

Plötzliche Atemnot versetzt Patienten meist in Panik. Oft stellt der Arzt dann die Diagnose Asthma. Doch was ist Asthma? Und wie kann man die Krankheit in den Griff bekommen?

 

Was ist Asthma?

Viele Patienten stellen sich nach der Diagnose zunächst die Frage: Was ist Asthma? Unter der Krankheit versteht man eine mehr oder weniger hochgradige Atemnot, die anfallsweise auftritt und meist allergisch bedingt ist. Gibt es beim schweren Anfall keine Soforthilfe, besteht Lebensgefahr. Doch Asthma ist kein unabwendbares Schicksal: Wenn die Krankheit im Anfangsstadium erkannt und behandelt wird, kann die Chronifizierung gestoppt werden.

 

Wodurch wird Asthma ausgelöst?

Wie bei anderen Allergien auch registrieren die körpereigenen Abwehrzellen eigentlich harmlose Stoffe fehlerhaft als Feind. Atmet der Asthmatiker solche Substanzen ein, verengen sich die Bronchien, es bildet sich zäher Schleim, die Atmung geht schwer, mit rasselnden, pfeifenden Geräuschen. Der Betroffene hat das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, gerät in Panik, glaubt zu ersticken. Die häufigsten Verursacher sind Hausstaubmilben, Pollen, Haustiere und Schimmelpilze. Auch kalte Luft, Nebel, Tabakrauch, körperliche und seelische Belastungen können Anfälle auslösen.

 

Was sind die Ursachen?

Wenn Vater oder Mutter unter einer Allergie leidet, ist die Wahrscheinlichkeit für den Nachwuchs, zu erkranken, dreifach erhöht. Wenn beide zwei oder mehr Allergien haben, liegt das Erkrankungsrisiko der Kinder schon zwischen 70 und 80 Prozent. Da allergisches Asthma in den letzten Jahren konstant zugenommen hat, vermuten die Mediziner auch Umweltzusammenhänge. Zuviel Sauberkeit im Kindesalter unterfordert das Immunsystem und kann deshalb krank machen.

 

Wie wird Asthma behandelt?

Asthma
Was ist Asthma? Bei der Krankheit leiden Patienten durch Anfälle unter akuter Atemnot. Die Bronchien ziehen sich dabei zusammen© Fotolia

Was ist Asthma und wie wird es behandelt? Hauptaufgabe bleibt, die Auslöser konsequent zu vermeiden, denn Asthma lässt sich noch nicht heilen. Die einzige Möglichkeit, die Krankheitsursache zu bekämpfen, ist die Hyposensibilisierung. Sie kann die Symptome lindern und die Überempfindlichkeit der Atemwege verringern. Bei akuten Anfällen helfen bronchialerweiternde Mittel. Sie beenden die evtuell lebensbedrohende Atemnot in Sekundenschnelle.

Da Asthma immer mit einer Entzündung der Bronchialschleimhaut einhergeht, gehören zur Dauertherapie auch Kortisonsprays. Sie hemmen Entzündungen, wirken antiallergisch und vermindern die Schleimproduktion der Bronchien. Für Angst vor Nebenwirkungen gibt es wenig Anlass, denn die Inhalation ist die ungefährlichste und wirkungsvollste Kortisonanwendung.

Naturheilkundler halten die Kraft der Meeresluft für die beste Medizin. In Spezialkliniken, zum Beispiel an der Nordsee, bringt eine Kur dem Asthmakranken oft ein Stück Gesundheit zurück. Allerdings: Drei bis sechs Wochen sollte die Kur mindestens dauern.

 

Inhalieren

Nehmen Sie zwei bis vier Hübe aus dem Dosier-Aerosol. Bei Wirkungslosigkeit nehmen Sie nach einigen Minuten zwei weitere Hübe ein.

 

Kutschersitz

Der „Kutschersitz“ vergrößert im Nu das Lungenvolumen und erleichtert das Durchatmen. So funktioniert er: Mit gespreizten Beinen hinsetzen, die Füße stehen ganz auf dem Boden. Oberkörper leicht vornüber beugen, die Unterarme auf den Oberschenkeln abstützen.

 

Lippenbremse

Die „Lippenbremse“ ist eine spezielle Atemtechnik, die die Bronchien entkrampft. So geht`s: Ganz normal durch die Nase einatmen, dann langsam durch den Mund wieder aus. Beim Ausatmen Lippen leicht zusammenpressen. Das bremst die Ausatmungsluft und verlängert so die Ausatmungsphase.

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