Was hilft wirklich gegen Hämorrhoiden?

Entzündete Hämorrhoiden sind zwar unangenehm, aber zum Glück nicht gefährlich. Doch was hilft gegen Hämorrhoiden? Worauf kommt es bei der Behandlung mit Salben an? Welche Wirkstoffe verschaffen Linderung, welche Medikamente haben unerwünschte Nebenwirkungen? Diese Maßnahmen helfen wirklich.

Es war der meistverkaufte Wirkstoff gegen Hämorrhoiden: Bufexamac. Doch Arzneimittel mit dieser Substanz gegen die schmerzhaften Entzündungen im Enddarm sind mittlerweile verboten. Denn: Bufexamac löst schwere Allergien aus und wurde deswegen zum Schutz für die zahlreichen Betroffenen vom Markt genommen.

 Nach wie vor erhältlich sind Salben mit Lidocain. Doch auch dieser Wirkstoff hat unangenehme Nebenwirkungen. Er betäubt zwar kurzzeitig die Schmerzen, ist aber oft verantwortlich für allergische Reaktionen wie Jucken und Brennen – die häufigsten Begleiterscheinungen von Hämorrhoiden-Entzündungen. Die Folge: In der Hoffnung, sich durch das erneute Auftragen der lidocainhaltigen Salbe Linderung zu verschaffen, werden die allergischen Reaktionen nur noch weiter verstärkt. Ein Teufelskreis entsteht.



Hamamelis-Extrakt verschafft Linderung bei Hämorrhoiden
Hamamelis-Extrakt verschafft Linderung bei Hämorrhoiden© Fotolia
 

Hamamelis-Extrakt heilt und pflegt bei Hämorrhoiden

Was hilft gegen Hämorrhoiden? Auf der Suche nach einem wirksamen Mittel gegen die Erkrankung, unter der bis zu 80 Prozent der Deutschen mindestens einmal in ihrem Leben leiden, sind Forscher auf Extrakte der Hamamelis-Pflanze (Zaubernuss) gestoßen. Sie enthält Gerbstoffe, die entzündungshemmend und juckreizstillend wirken. Wund- und Heilsalben mit dem Inhaltsstoff Hamamelis haben sich bewährt, weil sie den gereizten Körperbereich pflegen und für Elastizität sorgen.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Hämorrhoiden: viel Bewegung, ausreichend trinken und ballaststoffreiche Ernährung
Vorbeugende Maßnahmen gegen Hämorrhoiden: viel Bewegung, ausreichend trinken und ballaststoffreiche Ernährung© Fotolia
 

Hämorrhoiden vorbeugen

Doch nicht nur die richtige Behandlung ist entscheidend – Ärzte raten zudem zu vorbeugenden Maßnahmen gegen Hämorrhoiden: täglich 30 Minuten Bewegung, zwei Liter trinken und eine ballaststoffreiche Ernährung (frisches Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte) sind erfolgreiche Vorbeugemaßnahmen. Sie sorgen für eine gute Verdauung und entlasten die empfindliche Enddarmregion – Entzündungen entstehen gar nicht erst.

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