Was hilft wirklich gegen chronische Schmerzen?

Therapien gegen chronische Schmerzen
Bei vielen chronischen Schmerzen helfen sanfte Methoden wie Massagen, Akupunktur oder pflanzliche Mittel © Fotolia

Mit chronischen Schmerzen leben? Das muss nicht sein – dank neuer Behandlungsmethoden und Naturheilmittel.

Einkaufen gehen, Treppen steigen oder einfach nur einen schönen Spaziergang machen – für viele Menschen ist das kaum möglich. Ihr Leben wird von chronischen Schmerzen bestimmt, die den Alltag zur Qual machen. Doch die Medizin entwickelt immer sanftere Verfahren, die die Beschwerden lindern.

 

Was hilft bei chronischen Schmerzen in den Händen?

Viele Patienten leiden an unerklärlichen, chronischen Schmerzen in den Händen und Armen. Eine mögliche Ursache ist eine Druckschädigung der Nerven im Handgelenk, von der hauptsächlich Frauen ab 50 betroffen sind. Hormonelle Faktoren spielen hierbei offenbar eine maßgebliche Rolle. Mit einer speziellen Ultraschall-Untersuchung lässt sich ein solcher Nerven-Schmerzherd zuverlässig aufspüren. Denn sie zeigt selbst kleinste Entzündungen, Risse oder Einklemmungen durch Knochen. Die dann behandelt werden können. Kosten für Kassenpatienten: 70 Euro.

 

Was kann die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)?

„Es ist die Kombination aus chinesischen Heilkräutern und Akupunktur, die uns dabei hilft, selbst schwerste Schmerzzustände zu behandeln“, erklärt Dr. Christian Schmincke, Chefarzt einer TCM-Schmerzklinik. Er erstellt nach der Diagnose für jeden Patienten eine persönliche Rezeptur. Die Wirkstoffe werden als Sud abgekocht und als sogenanntes Dekokt in kleinen Schlucken über den ganzen Tag verteilt getrunken. Die Patienten erhalten außerdem, je nach Beschwerden, eine individuelle Zusammensetzung der Heilpflanzen, die bei Bedarf auch täglich angepasst wird. Um den Therapieerfolg zu unterstützen, werden zudem Akupunktur, Bewegungsübungen, Massagen und Ernährungstherapie eingesetzt. Die Behandlung wirkt besonders gut bei Migräne, chronischen Rückenschmerzen, Rheuma und Arthrose. Gesetzliche Kassen übernehmen auf Anfrage einen Teil der Kosten.

 

Wann hilft eine Atlas-Therapie?

Atlas-WWirbel verursacht chronische Schmerzen

„Bei fast jedem von uns ist der erste Halswirbel, der sogenannte Atlaswirbel verschoben“, erklärt Schmerzexperte Gernot Flick. Das löst heftige Beschwerden aus, denn die Wirbelsäule muss zudem die Fehlstellung des Atlas mit einer weiteren Drehung im unteren Rücken ausgleichen. Doch durch eine gezielte Massage der kurzen Nackenmuskulatur können bestehende Verspannungen gelöst werden. Das „Einrenken“ selbst geschieht ganz sanft mit einem kleinen Gummihämmerchen. Die Anwendung muss nur einmal durchgeführt werden und garantiert, dass der Atlas in seiner korrekten Lage bleibt und chronische Schmerzen verschwinden. Kosten für Kassenpatienten: 180 Euro, inklusive Nachsorge.

 

Was können natürliche Schmerzmittel?

Besonders bei chronischen Entzündungsschmerzen hat sich die Weidenrinde als natürliche Hilfe bewährt. Völlig ohne Nebenwirkungen hilft ein Tee aus der geschnittenen Rinde oder ein Extrakt in Wasser gelöst (Apotheke) hervorragend bei Rheuma und Arthritis.

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