Was hilft gegen Verspannung?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Verspannungen benötigen nur selten eine Therapie beim Arzt. Was hilft gegen Verspannung? Um die Muskeln zu lockern und die Verspannung zu lösen, reicht es oft bereits, sie zu schonen.

Wenn Verspannungen nach einer einseitigen Belastungen oder Sport auftreten, gilt es abzuwarten und einen Gang runterzuschalten. Die Verspannungen lösen sich mit sanftem Dehnen, Wärme (z.B. Heiz- oder Körnerkissen) und Massage sowie etwas Geduld bald wieder. Leichte Bewegung wie Spazieren gehen, Gymnastik oder entspanntes Schwimmen sind meist angenehm.

 

Was hilft gegen Verspannung? Gute Durchblutung

Starke, aber vorübergehende Verspannungen lassen sich mit einer medikamentösen Therapie lindern. Durchblutungsfördernde Einreibungen (etwa Präparate mit Alkohol und Kräuterauszügen) lösen die Verhärtungen. Wärmesalben mit dem Wirkstoff Capsaicin haben einen deutlich durchblutungsfördernden Effekt. Vorsicht: Sie dürfen nicht auf die Schleimhäute und verletzte Haut gelangen.

Schmerzmittel (z.B. NSAR wie Ibuprofen) können bei stark schmerzenden Muskelblockaden (z.B. Hexenschuss) kurzfristig sinnvoll sein, um schmerzbedingte Schonhaltungen zu vermeiden. Achtung: Nehmen Sie Schmerzmittel nicht in höherer Dosierung und/oder über einen längeren Zeitraum ein! Wenn der Schmerz über mehrere Tage unverändert anhält, ist ein Arztbesuch sinnvoll. Der Arzt verordnet gegebenenfalls muskelentspannende Mittel (Muskelrelaxanzien, z.B. Flupirtin, Tolperison), schmerz- und entzündungshemmende Mittel wie Diclophenac oder setzt eine Schmerzspritze.

 

Was hilft gegen Verspannung? Wärme und Massagen

Massagen und Manuelle Therapie helfen bei Verspannungen
Viele Betroffene fragen sich: "Was hilft bei Verspannung?" Massagen und manuelle Therapie können die Beschwerden lindern© Fotolia

Bei hartnäckigen Verspannungen sind Therapie-Maßnahmen wie Wärme und Massagen sinnvoll. Hier gilt es aber vor allem, der Ursache auf den Grund zu gehen. Müssen Sie beruflich oder privat viel sitzen? Dann sind bewegte Pausen, ein ergonomischer Arbeitsplatz und Ausgleichsgymnastik beziehungsweise Sport eine gute Idee. In vielen Firmen gibt es Beauftragte, welche die Ergonomie am Arbeitsplatz prüfen. Hier erhalten Sie individuelle Tipps für ein ergonomisches Arbeiten.

Lösen eine Fehlhaltung oder ungünstige Bewegungsmuster die Verspannungen aus, greifen verschiedene Therapie-Methoden. Orthopädische Probleme lassen sich beispielsweise mit Einlagen für die Schuhe und mit Physiotherapie behandeln. Zur Physiotherapie zählen unter anderem Massagen, manuelle Therapie (z.B. Chiropraktik, Osteopathie), Krankengymnastik und Wärmeanwendungen (z.B. Fango). Solche Therapie-Maßnahmen verordnet der Arzt nach Bedarf; sie können auch in Eigenleistung bezahlt werden (IGeL).

 

Wie Stress die Verspannung beeinflusst

Stress ist ein häufiger Auslöser von Verspannungen. Die Therapie liegt nahe: Sich mit den Stress-Faktoren befassen und entspannen lernen. Viele Ursachen bewirken Stress – eine zu knappe Zeitplanung, Überlastung, menschliche Konflikte. Entsprechend sind je nach Ursache sinnvoll: Zeitmanagement, mehr Ausgleich durch aktive Entspannung und/oder klärende Gespräche. Wenn die „Stress-Spirale“ das Leben stark belastet, helfen ein Coaching oder eine Psychotherapie, die eigenen Ressourcen zu stärken und Lösungen zu finden.

Wichtige Therapie-Maßnahmen bei Verspannungen durch Stress sind Entspannungsmethoden wie progressive Muskelrelaxation (PMR), autogenes Training, Yoga und Tai Chi. Finden Sie Ihre individuelle Lieblingsmethode, um zur Ruhe zu kommen. Das seelische Befinden wirkt sich auf die Körperhaltung, Muskelspannung und auch auf die Bewegungsmuster aus. Auf dieser Grundlage können Körpertherapien wie die Alexander-Technik oder Feldenkrais helfen.

Sind Verspannungen chronisch schmerzhaft, ist eine Schmerztherapie sinnvoll. Lassen Sie sich von einem Arzt oder in einer Schmerz-Ambulanz beziehungsweise einem Schmerz-Zentrum beraten. Mit einer individuell abgestimmten Kombination verschiedener Therapie-Ansätze (u.a. Bewegungstherapie, Bio-Feedback, Ergotherapie, Psychotherapie) können die Schmerzen gelindert und mehr Freiheit im Alltag erreicht werden.

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