Was hilft gegen Mitesser?

Silvia Pucyk
Alcina Skin Manager
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Zahnpasta, Dampfbad oder Gesichtsmaske – gegen die lästigen schwarzen Körnchen auf der Haut gibt es zahlreiche vermeintliche Wundermittel. Doch was hilft gegen Mitesser? Erfahren Sie hier, welche Behandlungsmethoden es gibt und zu welchen Maßnahmen Hautärzte raten.

Eine Frau schaut sich im Spiegel an
Mitesser stören viele Menschen. Hilfe gibt es bei Hautärzten, die spezielle Anti-Mitesser-Cremes verschreiben© Yuri_Arcurs/iStock

Was hilft gegen Mitesser? Diese Frage stellen sich Frauen und Männer gleichermaßen. Denn Mitesser sind keine Frage des Geschlechts. Sowohl Männer als auch Frauen sind davon betroffen und das nicht nur während der Pubertät. Auch Erwachsene stehen vor dem Spiegel, um sich die schwarzen Körnchen aus der Haut zu drücken. Hautärzte raten allerdings davon ab. Denn die Haut kann auf diese Weise verletzt werden, sodass Bakterien in den Körper eindringen, die größeren Schaden anrichten, beispielsweise die Entstehung einer großflächigen Akne. Laut Dermatologen sind folgende Behandlungsformen wesentlich effektiver:

Hilfe aus der Apotheke

Eine Frau lässt sich in der Apotheke beraten
Was hilft gegen Mitesser? In Apotheken bekommen Betroffene ausführliche Beratung© gpointstudio/iStock

Apotheker empfehlen häufig Fruchtsäurecremes. Diese Mittel sind mild dosiert und daher freiverkäuflich. Je nach Hautbild werden sie meist für mehrere Wochen angewendet und zwei Mal täglich auf die Haut aufgetragen. In Apotheken werden überdies Peelings mit Aluminiumoxid rezeptfrei angeboten, die ebenfalls das Hautbild bessern können. Diese werden meist einmal in der Woche auf die Haut aufgetragen, um die Poren von überschüssigem Fett zu befreien. Der Apotheker wird Ihnen dabei helfen, das für Sie geeignete Produkt zu finden.

Beratung durch einen Hautarzt

Eine Frau lässt sich von ihrem Hautarzt beraten
Hautärzte verschreiben bei Mitessern meist Präparate, die die Haut leicht schälen© nortonrsx/iStock

Ein Dermatologe wird die Gesichtshaut seines Patienten eingehend überprüfen und nach Absprache Gele oder Cremes verschreiben. In der Regel enthalten die Präparate Inhaltsstoffe wie Azelainsäure oder Adapalen, die sich bei der Behandlung von Mitessern bewährt haben. Ein Hautarzt verschreibt Präparate, die höher dosiert sind und daher zuverlässiger wirken, als freiverkäufliche Mittel aus der Apotheke.

Behandlung bei einer Kosmetikerin

Eine Frau lässt sich von einer Kosmetikerin behandeln
Mitesser sollten nicht selbstständig ausgedrückt werden. Eine erfahrene Kosmetikerin entfernt diese schonend © pajson/iStock

Eine Kosmetikerin wird die Gesichtshaut mit einem Dampfbad vorbehandeln und anschließend die Mitesser entfernen. Achten Sie bei der Wahl eines Kosmetikinstituts darauf, sich von einer staatlich geprüften Kosmetikerin behandeln zu lassen. Mittlerweile gibt es in vielen Hautarztpraxen Kosmetikstudios, die direkt mit dem jeweiligen Hautarzt zusammenarbeiten.

Richtige Gesichtspflege

Eine Frau betrachtet ihr Gesicht
Verzichten Sie bei Mitessern auf alkoholhaltige Reinigungsprodukte, die die Haut angreifen© gpointstudio/iStock

Aggressive Reinigungsmittel für das Gesicht, die beispielsweise Alkohol enthalten, sind bei der Behandlung von Mitessern Tabu. Sie greifen die sensible Haut an und irritieren diese unnötig. Daher sollten Sie auf milde Reinigungsprodukte achten oder Ihren Dermatologen fragen, welche Mittel zur Hautpflege für Sie die richtigen sind. Achten Sie außerdem bei der Reinigung des Gesichts darauf, Ihre Hände gründlich zu waschen, um diese von Bakterien zu befreien.

Vorsicht bei technischen Hilfsmitteln

Eine Frau wird mit technischen Geräten zur Gesichtspflege behandelt
Technische Geräte, die das Hautbild verbessern sollen, können bei fehlerhafter Anwendung Schäden anrichten. Daher sollten sie von Hautärzten oder erfahrenen Kosmetikerinnen bedient werden© dimid_86/iStock

Auf dem Markt werden Geräte angeboten, mit denen sich Mitesser entfernen lassen. Dermatologen warnen allerdings davor, diese anzuwenden, da durch die starke Saugkraft die Haut Verletzungen davontragen kann, beispielsweise geplatzte Gefäße und Blutergüsse.

Was ist ein Mitesser?

In der Dermatologie werden Mitesser auch als „Komedonen“ bezeichnet. Sie sind eine besondere Form der Akne (acne comedonica) und entstehen durch eine Übermäßige Talgproduktion. Dieser Talg wird in den Poren produziert und durch Hautkanäle an die Oberfläche geleitet. Bei einer zu starken Bildung von Talg verstopfen allerdings die Ausgänge, sodass sich Mitesser bilden. Diese sind zunächst weiß und werden in diesem Stadium von Medizinern als „Whitehead“ bezeichnet. Erst wenn sie an die Hautoberfläche gelangen, werden sie aufgrund einer Reaktion zwischen dem körpereigenen Farbstoff Melanin und Sauerstoff schwarz („Blackhead“).  

 
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