Was hilft gegen fettige Haare?

Redaktion PraxisVITA
Inhalt
  1. Das richtige Shampoo
  2. Spülung gegen fettige Haare
  3. Kur selber herstellen
  4. Fettige Haare richtig waschen
  5. Haare richtig föhnen
  6. Haarstyling
  7. Der richtige Haarschnitt
  8. Hausmittel gegen fettige Haare
  9. Ausgewogene Ernährung & frische Luft

Fettige Haare sehen nicht nur ungepflegt aus, sondern können auch ziemlich unangenehm sein: Nicht selten ist eine juckende Kopfhaut die lästige Konsequenz und ein Haarstyling so gut wie unmöglich. Dabei kann man den unansehnlichen Strähnen schon mit ein paar einfachen Tricks wieder zu neuem Glanz ganz ohne beschwerende Fettschicht am Ansatz und in den Haarlängen verhelfen. PraxisVita zeigt die besten Tipps gegen fettige Haare.

 

Das richtige Shampoo

Oftmals ist das falsche Shampoo für schnell fettendes Haar verantwortlich. Zu aggressive Shampoos trocknen die Kopfhaut stark aus, worauf deren Talgdrüsen mit einer noch stärkeren Fettproduktion reagieren, um eine Art Schutzmantel für die Haut zu bilden. Die Lösung bieten milde Anti-Fett-Shampoos, die besonders viele waschaktive Substanzen (Tenside) und wenig rückfettende Komponenten enthalten. Orientieren Sie sich dazu am besten an den Inhaltsstoffen der Produkte. Mit Kräuterextrakten wie Kamille, Rosmarin, Schachtelhalm oder Schafgarbe stehen die Chancen gut, fettige Haare zu bekämpfen. Sie helfen, die Kopfhaut zu beruhigen und zugleich die Fettbildung zu regulieren.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung stimmt es nicht, dass tägliches Waschen die Talgproduktion grundsätzlich weiter verstärkt. Dies ist nur dann der Fall, wenn zu aggressive Produkte verwendet werden. Wenn Sie das passende Shampoo verwenden, also ein mildes Produkt, dürfen Sie Ihre Haare auch täglich waschen. Wenn sich keine Besserung einstellt oder Sie unsicher sind, welche Shampoos in Ihrem Fall geeignet sind, ist ein Gespräch mit einem Hautarzt empfehlenswert.

 

Spülung gegen fettige Haare

Jedes milde Anti-Fett-Shampoo nützt nichts, wenn Sie Ihr Haar anschließend mit einer schweren Spülung, womöglich für einen ganz anderen Haartyp, überziehen. Im Handel sind Spülungen gegen fettiges Haar so gut wie nirgends zu finden. Allerdings können Sie sich mit wenigen Schritten selbst helfen und eine Anti-Fett-Spülung wie folgt anmischen.

Zutaten:

  • 1/4 Liter destilliertes Wasser
  • 2 Zitronen

Zubereitung & Anwendung:

Vermischen Sie beide Zutaten und verteilen Sie die Zitronenspülung nach dem Haarewaschen auf der Kopfhaut sowie in Ihren Haarlängen. Anschließend fünf Minuten einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser auswaschen.

Viele Zitronen liegen auf einem Holzbrett und Tisch
Zitronen helfen dabei, den ph-Wert der Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht zu bringen. © iStock/NoDerog
 

Kur selber herstellen

Hin und wieder braucht jedes Haar ein bisschen mehr Pflege - auch fettiges. Haarkuren oder -Masken sind für dieses allerdings ebenso rar wie Spülungen. Auch hier empfiehlt es sich, auf natürliche Produkte zurückzugreifen und einfach selbst wie folgt eine Kur zu mischen.

Zutaten:

Zubereitung & Anwendung:

Vermischen Sie den Joghurt in Zimmertemperatur mit dem Apfelessig. Bestreichen Sie Ihre Kopfhaut und Haarlängen mit der Haarmaske und kneten Sie diese leicht ein. Umwickeln Sie Ihren Kopf mit Frischhaltefolie und darüber mit einem Handtuch, bevor Sie die Haarkur nach 15 Minuten gründlich mit lauwarmem Wasser ausspülen.

 

Fettige Haare richtig waschen

Bei fettigem Haar ist Haarewaschen nicht gleich Haarewaschen. Um die Fettproduktion nicht noch weiter anzuregen, gilt es ein paar Dinge zu beachten:

  • Die tägliche Haarwäsche ist erlaubt, allerdings sollten Sie dabei Ihre Kopfhaut massieren, um die Talgdrüsen schon beim Waschen zu leeren.
  • Verzichten Sie bei kurzem Haar auf eine Spülung.
  • Bei langem, schwer kämmbarem Haar, sollten Sie die Spülung oder Haarkur nur in die Haarlängen einmassieren und den Ansatz sowie die Kopfhaut aussparen.
  • Kämmen Sie Ihr Haar mit einer Wildschweinborsten-Bürste, um das Fett als Kur gleichmäßig im ganzen Haar zu verteilen.
 

Haare richtig föhnen

Da Hitze die Talgproduktion anregt, lassen Sie Ihr Haar nach dem Waschen am besten an der Luft trocknen oder föhnen es nur kurz mit möglichst kalter Luft. Wenn Sie zum Föhn greifen, empfiehlt es sich außerdem, von den Spitzen in Richtung Ansatz zu föhnen, um mehr Volumen ins Haar zu bekommen.

 

Haarstyling

Fettige Haare sollten nicht zu häufig gekämmt werden, da dies die Kopfhaut zusätzlich zur Talgproduktion anregt. Zudem gehören beschwerende Styling-Produkte wie Haargel oder -wachs nicht in fettiges Haar. Volumen-Schaumfestiger oder Haarspray sind hier die bessere Wahl.

 

Der richtige Haarschnitt

Manchmal kann auch die falsche Frisur für fettiges Haar verantwortlich sein. Wer eine Veränderung auf dem Kopf nicht scheut, für den ist ein Kurzhaarschnitt die Lösung. Und auch helle Strähnen können Ihr Haar weniger fettig wirken lassen.

 

Hausmittel gegen fettige Haare

Hausmittel gegen fettige Haare sind bei gewissenhafter Anwendung erfolgsversprechend. Allerdings stellen sich sichtbare Ergebnisse nur langsam ein und sind somit nichts für Ungeduldige - dafür aber natürlicher Herkunft.

  • Zitrone: reguliert den pH-Wert und entfernt Talgabsonderungen
  • Apfelessig: reguliert den pH-Wert und versorgt die Kopfhaut mit wichtigen Vitaminen und Mineralien
  • Kamillentee: wirkt beruhigend, stillt Juckreiz, verhindert Schuppenbildung und reguliert die Talgproduktion
  • Schwarzer Tee: reguliert die Talgproduktion
  • Ätherische Öle: regulieren die Talgproduktion, z. B. aus Pfefferminze, Eukalyptus, Lavendel
  • Babypuder, Hafermehl und Maismehl: saugen überschüssiges Fett auf
  • Naturjoghurt: verhindert schnelles Nachfetten
 

Ausgewogene Ernährung & frische Luft

Auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann fettigen Haaren ein Ende bereiten - ebenso wie frische Luft. So können ständig getragene Mützen der Grund für die vermehrte Fettproduktion sein. Und nicht vergessen: Auch Stress kann das Problem verstärken, ebenso spielt die Veranlagung eine Rolle. 

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