Was hilft bei einer Tomatenallergie?

Redaktion PraxisVITA

Tomaten enthalten verschiedene potenziell allergieauslösende Eiweiße. Bei einer Tomatenallergie handelt es sich häufig um eine sogenannte Kreuzallergie. Sie tritt auf, wenn bereits eine andere Allergie, etwa eine Pollenallergie, besteht. Hinter den vermeintlich allergischen Symptomen kann aber auch eine Histamin-Unverträglichkeit stecken.

Person hält Tomaten in der Hand
Wer eine Tomaten-Allergie hat, muss nicht zwangsläufig auf Ketchup und Co. verzichten Foto:  istock/sestovic
Inhalt
  1. Welche Symptome verursacht eine Tomatenallergie?
  2. Was sind die Gründe für die Tomatenallergie?
  3. Was ist der Unterschied zu einer Histamin-Unverträglichkeit?
  4. Welche Behandlung ist bei einer Tomatenallergie möglich?
 

Welche Symptome verursacht eine Tomatenallergie?

Nahrungsmittelallergien, so auch die Tomatenallergie, gehören zum sogenannten Sofort-Typ. Das bedeutet, die allergischen Symptome setzen bereits kurz nach dem Kontakt mit dem Allergen ein. Haut und Schleimhäute können sich röten, jucken oder es bilden sich Quaddeln. Schnupfenähnliche Symptome oder Beschwerden im Verdauungstrakt wie Bauchschmerzen sind ebenfalls möglich.

 

Was sind die Gründe für die Tomatenallergie?

Bei einer Allergie kommt es zu einer überschießenden Immunreaktion auf eigentlich unschädliche Stoffe aus der Umwelt, die als vermeintliche Gefahr eingestuft werden. Beim Erstkontakt mit dem Allergen bildet der Körper allergenspezifische Antikörper vom Typ IgE. Beim nächsten Kontakt mit dem Allergen kommt es dann zu von IgE vermittelten Entzündungsreaktionen. Mindestens sieben potenziell allergieauslösende Eiweiße wurden bereits in Tomaten nachgewiesen. In Nordeuropa haben etwa 1,5 Prozent der Menschen eine Tomatenallergie. In Italien sind es sogar bis zu 16 Prozent.

Eine Tomatenallergie tritt meist dann auf, wenn bereits eine andere Allergie, etwa gegen Pollen von Gräsern, Getreide und Ambrosia oder gegen Latex besteht, da deren Allergene denen in Tomaten ähneln. Dies wird dann als sekundäre Nahrungsmittelallergie oder Kreuzallergie bezeichnet.

 

Was ist der Unterschied zu einer Histamin-Unverträglichkeit?

Ähnliche Symptome wie eine Tomatenallergie kann auch das reichlich in Tomaten vorhandene Histamin verursachen. Es handelt sich dann also um eine Histamin-Unverträglichkeit und nicht um eine Tomatenallergie. Histamin ist ein Botenstoff, den der Körper auch selbst aus der Aminosäure Histidin bildet. Unter anderem spielt er eine wichtige Rolle bei Entzündungsreaktionen. Wenn das zusätzlich über Nahrungsmittel wie Tomaten aufgenommene Histamin vom Körper nicht schnell genug abgebaut wird, können die allergieähnlichen Symptome auftreten. 

Lebensmittel liegen auf einem Brett
Symptome & Beschwerden Lebensmittel mit Histamin: Was darf man essen und was nicht?

 

Welche Behandlung ist bei einer Tomatenallergie möglich?

Um eine allergische Reaktion zu vermeiden, sollte der Verzehr des Allergens gemieden werden. Aber Tomatenallergiker müssen eventuell nicht ganz auf das Gemüse verzichten. Denn auch wenn es nach dem Verzehr von frischen Tomaten zu Symptomen kommt, können verarbeitete Tomaten-Produkte wie getrocknete Tomaten oder Ketchup durchaus vertragen werden, da die allergieauslösenden Eiweiße sich durch Hitzeeinwirkung verändern. Zudem unterscheiden sich die einzelnen Sorten in ihrem Allergengehalt stark, sodass einige besser vertragen werden als andere. Hier hilft nur vorsichtiges Ausprobieren.

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