Was gehört zur Arthritis-Behandlung?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Arthritis-Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung, die der Arthritis zugrunde liegt. Wie die Krankheit genau behandelt werden kann, erfahren Sie hier.

 

Arthritis-Behandlung durch Medikamente

Eine medikamentöse Therapie bildet die Basis einer Arthritis-Behandlung. Eine infektiöse bakterielle Arthritis zum Beispiel wird mit Antibiotika behandelt, um die Erreger abzutöten. Die Therapie umfasst oft eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie), mit der das Gelenk gespült und gereinigt wird.

Arthritis
Zur Arthritis-Behandlung werden vor allem Medikamente eingesetzt. Je eher die Behandlung beginnt, desto besser sind in der Regel die Ergebnisse© Fotolia

Zur medikamentösen Arthritis-Behandlung gehören auch:

  • Rheuma-Schmerzmittel (sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika, kurz NSAR): Sie wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend.
  • Rheuma-Basismedikamente (sogenannte DMARDs, aus dem Englischen Disease Modyfing Anti-Rheumatic Drugs also „krankheitsverändernde Medikamente“) werden bei einer rheumatoiden Arthritis-Behandlung eingesetzt. Ihre Wirkung tritt erst verzögert nach Wochen bis Monaten ein, sie können aber gegen die Gelenkzerstörung und Entzündungen helfen.
  • Kortisonpräparate wirken entzündungshemmend, sollten aufgrund der Nebenwirkungen aber nicht dauerhaft angewendet werden.
  • Biologika (biologische DMARDs) greifen direkt in den Entzündungsprozess und ein und wirken gezielt gegen bestimmte Entzündungs-Botenstoffe.
  • Reine Schmerzmedikamente (Analgetika) wirken nur schmerzlindernd. Je nach Schwere der Krankheit können leichte Schmerzmittel, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Paracetamol oder starke Schmerzmittel (Opioide) bei der Arthritis-Behandlung zum Einsatz kommen.
 

Wie Krankengymnastik hilft

Krankengymnastik zur Arthritis-Behandlung
Krankengymnastik wird oft als nicht-medikamentöse Therapie zur Arthritis-Behandlung eingesetzt© Fotolia

Zur Arthritis-Behandlung gehört zudem eine nicht-medikamentöse Therapie. Diese umfasst unter anderem:

  • Krankengymnastik
  • Bewegungstherapie
  • Physiotherapie
  • Kryotherapie (lokale Kälteanwendung an einzelnen, akut entzündeten Gelenken)
  • Ganzkörper-Kältetherapien in speziellen Kammern mit minus 110 °C wirken vorübergehend schmerzlindernd
  • Ergotherapie
  • orthopädische Hilfsmittel (Schuheinlagen, Gehilfen)
 

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Bei schweren Verläufen sind zudem Operationen einzelner Gelenke zur Arthritis-Behandlung möglich. Sie sind dann in Betracht zu ziehen, wenn sich die Erkrankung trotz Medikamente und anderen Maßnahmen wie Physiotherapie nicht bessert.

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