Was die Gefäße wirklich schützt

Damit Venen gesund bleiben, sollten sie versuchen, sich viel zu bewegen
Damit Venen gesund bleiben, sollten sie versuchen, sich viel zu bewegen – z. B. Wassertreten – dies trainiert ihre Gefäße effektiv © Fotolia

Mit der richtigen Ernährung und gezielter Bewegung können Sie Ihren strapazierten Venen und Arterien einfach helfen.

Hochbetrieb herrscht in den Venen und Arterien unseres Körpers. 6000 Liter Blut pumpt das Herz jeden Tag durch sie hindurch. Es geht zu wie auf einer Autobahn. Zum Glück können Sie viel dafür tun, damit es nicht zu einer Arterienverkalkung kommt:

 

Wassertreten für gesunde Venen

Venen transportieren Blut zurück zum Herzen – auch von ganz unten aus den Füßen und entgegen der Schwerkraft. Dazu reicht die Kraft des Herzschlags nicht aus. Deshalb sitzen in den Venen alle paar Zentimeter kleine Schleusen, die Venenklappen. Sie verhindern, dass Blut in die falsche Richtung fließt. Unterstützt werden sie von der Muskelpumpe: Die Wadenmuskeln drücken die Venen bei jeder Bewegung leicht zusammen, so dass die Klappen optimal schließen. Durch langes Sitzen und Stehen sowie bei Wärme dehnen sich die Venen jedoch aus. Die Klappen schließen nicht mehr, Blut staut sich zurück. Passiert das einmal, ist das kein Problem. Auf Dauer können die Venenklappen jedoch geschädigt werden. Steuern Sie dem entgegen! Legen Sie möglichst viele Wege zu Fuß zurück. Gehen Sie schwimmen und radeln. Legen Sie Ihre Beine so oft wie möglich hoch und zwar so, dass die Füße höher liegen als das Herz. Vermeiden Sie zu enge Kleidung. Kalte Güsse nach dem Duschen, Wechselduschen und Wassertreten verengen und trainieren Ihre Venen. Trinken Sie außerdem jeden Tag so viel, dass der Urin immer klar und hellgelb ist. Denn viel Flüssigkeit hält auch das Blut schön flüssig. Es kann leichter durch die Gefäße fließen. Davon profitieren auch Ihre Arterien.

 

Richtig essen für die Arterien

Arterien, die sogenannten Schlagadern, sind der Gegenverkehr zu den Venen. Sie leiten Blut vom Herzen in jeden Winkel des Körpers. Während Venen zum Ausleiern neigen, bewirken kleine Muskeln, die jede Arterie umgeben, dass sich diese allzu leicht verengen; z. B. bei Stress. Dazu kommt Arterienverengung (Arteriosklerose), ein natürlicher Altersprozess. Immer öfter passiert das jedoch schon bei jungen Menschen. Schuld sind Bluthochdruck, Rauchen, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel. Dabei ließe sich ganz einfach gegensteuern: Verzichten Sie öfter auf Fleisch und Wurst. Greifen Sie lieber zu Fisch und Gemüse. Auch Nüsse, Olivenöl und Knoblauch sind leckere Gefäßschützer. Rauchen, Weißbrot, Süßigkeiten und Alkohol lassen die Gefäße dagegen rasant altern. Leiden Sie unter Schmerzen in den Beinen beim Gehen, die Sie zum Stehenbleiben zwingen und sich dann schnell bessern? Sie sind ein Warnsignal dafür, dass die Arterien in Ihren Beinen nicht mehr genug Blut fördern, um die Muskeln mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen (Schaufensterkrankheit). Kurzatmigkeit und Brustenge sind schließlich deutliche Zeichen, dass es dringend Zeit für einen Arztbesuch ist. Denn unbehandelt münden verengte Arterien oft in einem Herzinfarkt.

 

Hilfe bei Gefäßproblemen

Venenleiden sind gut behandelbar, z. B. mit Kompressionsstrümpfen. Wichtig ist die frühzeitige Diagnose. Auch eine rechtzeitige Krampfader-OP kann das Risiko für gefährliche Spätfolgen wie Venenverschluss (Thrombose) und Durchblutungsstörungen erheblich senken. Verkalkten Arterien sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt zu Leibe rücken, z. B. durch ein gezieltes Bewegungsprogramm und mit Medikamenten zur Blutdrucksenkung und/oder Gerinnungshemmung.

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