Was den Nieren gut tut

Um Nierenleiden vorzubeugen, sollten Sie zwei bis drei Liter pro Tag trinken, am besten Kräutertees oder Wasser
Um Nierenleiden vorzubeugen, sollten Sie zwei bis drei Liter pro Tag trinken, am besten Kräutertees oder Wasser © Fotolia

Zu dünn angezogen – schon verkühlt. Die sensiblen Organe brauchen unseren besonderen Schutz. Fünfmal pro Stunde fließt unser gesamtes Blut durch die Nieren. Sie filtern Stoffwechselschlacken heraus, leiten diese mit ein bis zwei Litern Urin pro Tag ab. Die bohnenförmigen Organe sind also maßgeblich an der Entgiftung des Körpers beteiligt. Außerdem regulieren sie den Wasserhaushalt und den Blutdruck.

Nierenleiden dürfen daher nicht verschleppt werden. Sonst kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen.

Schmerzen im Rücken sollten beispielsweise unbedingt vom Arzt abgeklärt werden. Auch ein dumpfes, anhaltendes Druckgefühl in der Lendengegend oder Brennen beim Wasserlassen sind Warnzeichen.

Das unterstützt die Nieren:

Gut durchspülen
Zwei bis drei Liter pro Tag trinken, am besten Wasser oder Kräutertees.

Warm halten
Insbesondere den Unterleib und den Rücken, ebenso wie die Fußsohlen.

Goldrute
Tees aus der Heilpflanze hemmen die Entzündung und helfen bei Folgeproblemen wie geschwollenen Beinen.

Schüßler-Salz
Das Mineralsalz Nr. 10 (Natrium sulfuricum) hilft, überschüssiges Wasser auszuscheiden.

Salzarm essen
Das ist ohnehin gut für die Nieren. Aber gerade während einer akuten Entzündung sollten Sie möglichst vegetarisch und salzarm essen, um die Nieren zu entlasten.

Das kann den Nieren schaden:

Selten zur Toilette gehen
Stark konzentrierter Urin, zum Beispiel durch langes Zurückhalten bei Harndrang, fördert Entzündungen.

Kälte
Auf niedrige Temperaturen und Feuchtigkeit reagieren die Nieren extrem empfindlich. Daher auf eine dem Wetter angemessene Kleidung achten.

Fleisch, Wurst
Ein übermäßiger Konsum von Fleisch, Wurst, Salz und Alkohol belastet die Entgiftungsorgane.

Stress
Auf den beiden Nieren sitzen kappenförmig die Nebennieren. In Stress-Situationen produzieren sie Hormone, die das Herz schneller schlagen lassen und den Blutdruck hochtreiben. Das belastet die Organe und kann sie auf Dauer schädigen.
 

"Ja" zum Unterhemd - denn die Nieren lieben es warm

Die häufigste Erkrankung der Nieren ist die Nierenbeckenentzündung, meist Folge einer nicht rechtzeitig behandelten Blasenentzündung. In den meisten Fällen wird eine Nierenbeckenentzündung mit Antibiotika behandelt, auch kaum ein Naturmediziner wird darauf verzichten. Dennoch können natürliche Heilmittel die Therapie unterstützen.

Weil die Nieren so empfindlich sind, raten Experten, sie regelmäßig untersuchen zu lassen. "Ab dem 35. Lebensjahr sollte alle zwei Jahre ein Nieren-Check durchgeführt werden", empfiehlt Prof. Werner Riegel, Vorsitzender der deutschen Nierenstiftung. "Diabetiker und Bluthochdruckpatienten sollten diese Vorsorgeleistung jährlich in Anspruch nehmen, da sie ein erhöhtes Risiko tragen." Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Das Verfahren ist einfach: "Der Eiweißgehalt im Urin wird gemessen. Ist der Wert zu hoch, hat die Niere schon ein Stück ihrer Filtereigenschaft eingebüßt", erklärt Prof. Riegel.

 

Nieren-Stärkung mit TCM

Sind die Nieren geschwächt, äußert sich das gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) in Anzeichen wie Antriebslosigkeit oder auch Angst und Unsicherheit. Die Nieren wieder zu stärken erfordert Zeit und Aufmerksamkeit. Genügend Ruhepausen und Entspannung (zum Beispiel durch Qigong) sowie eine ausgewogene Ernährung können helfen. Besonders schwarze Lebensmittel sollen laut der TCM die Nieren stärken. Ideal: Wildreis, schwarze Bohnen, Johannisbeeren, schwarze Datteln oder Trockenpflaumen.

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