Was darf nicht in die Mikrowelle? Diese 6 Lebensmittel!

Gaby Scheib

Die Mikrowelle ist ein beliebter Küchenhelfer, denn hier kann man das Essen schnell und bequem wieder warm machen. Doch es gibt Ausnahmen: Was darf nicht in die Mikrowelle?

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Oft bleiben nach dem Essen noch Reste übrig, auf die Sie sich am nächsten Tag noch freuen können. Ab in die Mikrowelle und schnell steht was Leckeres auf dem Tisch. Allerdings gehört nicht jede Speise in das praktische Gerät. Was darf nicht in die Mikrowelle? Diese 6 Lebensmittel könnten Ihnen auf den Magen schlagen – oder Schlimmeres.

Was darf nicht in die Mikrowelle? Bei diesen 6 Lebensmitteln ist Vorsicht geboten:

 

1. Geflügel in der Mikrowelle erwärmen? Keine gute Idee 

Wenn beispielsweise kaltes Hähnchen in der Mikrowelle warmgemacht wird, verändern sich die Proteinstrukturen im Fleisch. Die Folge: Die Eiweiße werden im Körper nicht mehr richtig verarbeitet, es kann zu Problemen bei der Verdauung, Übelkeit und Durchfall kommen. Es ist ratsamer, Geflügel auf dem Herd heißzumachen – und zwar so, dass es komplett durcherhitzt ist, auch in der Mitte.

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2. Pilze besser nicht in der Mikrowelle warmmachen

Auch Champignons & Co. können nach dem Aufwärmen in der Mikrowelle zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen: Sie bilden giftige Stoffe, wenn sie länger gelagert werden. Wollen SIe die Reste doch einmal aufwärmen, sollten Sie diese Regeln beachten:
• Stellen Sie die Pilze nach dem Kochen schnell in den Kühlschrank.
• Am nächsten Tag essen, nicht länger lagern.
• Pilze auf mindestens 70 Grad Celsius erwärmen, am besten auf dem Herd.
• Danach müssen die Reste weg – kein zweites Mal warmmachen.

 

3. Auch nicht ratsam: Spinat in der Mikrowelle erhitzen 

Weil Spinat viel Nitrat enthält, ist das Aufwärmen kritisch: Denn das setzt einen Stoffwechselprozess in Gang, bei dem das Nitrat in Nitrit umgewandelt wird – Übelkeit und Brechdurchfall können die Folge sein, schlimmstenfalls können sogar krebserregende Nitrosamine gebildet werden. Daher gilt das gleiche wie bei Pilzen:
• Die Speise schnell abkühlen.
• Spätestens am nächsten Tag essen.
• Spinat auf dem Herd auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzen.
• Nicht nochmal aufwärmen.

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4. Eier in der Mikrowelle: Salmonellen und Explosionen drohen

Wie beim Geflügel kann sich auch beim Warmmachen von Eiern in der Mikrowelle die Proteinstruktur verändern, was auf den Magen schlägt. Größer noch ist die Gefahr durch Salmonellen: Die Bakterien bilden sich, wenn die Eier nicht lange genug erhitzt werden. Dann kann es zu einer schweren Magen-/Darmerkrankung, der sogenannten Salmonellose, kommen. 
Vorsicht sollten Sie außerdem beim Erwärmen von hartgekochten Eier walten lassen, denn die können in der Mikrowelle explodieren – dann heißt es erst mal putzen. Noch schlimmer ist es allerdings, wenn die Schale erst nach dem Rausnehmen auseinanderspringt, wobei Verbrühungen drohen.

 

5. Lieber nicht: Reis in der Mikrowelle aufwärmen

Kommt der gekochte Reis nicht schnell in den Kühlschrank, können sich giftige Sporen bilden, die Magen-/Darmprobleme verursachen. Die Sporen sind sehr hitzeresistent, weshalb Sie Reis beim Aufwärmen auf mindestens 65 Grad Celsius erhitzen sollten. Und das am besten im Topf, wo er gleichmäßig und vollständig durchgegart werden kann.

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6. Auch Kartoffeln nicht in der Mikrowelle aufwärmen 

Genau wie beim Reis könnten sich giftige Sporen entwickeln. Daher gilt auch hier: Gekochte Kartoffeln zum Aufbewahren zügig in den Kühlschrank stellen und sie zum Aufwärmen in einem Topf stark erhitzen, bis sie richtig dampfen. Wer Pommes aufwärmen will, sollte sie übrigens am besten in die Fritteuse geben, dann werden sie wieder schön knusprig.

Bei diesen 6 Lebensmitteln ist es also ratsam, sie statt in der Mikrowelle auf Herd warmzumachen. Dann brauchen Sie sich um die Frage: Was darf nicht in die Mikrowelle? beim Thema Aufwärmen keine Gedanken mehr zu machen.

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