Warum Tumoren Schnarchen lieben – und was Sie dagegen tun können

Schlafende Frau
Forscher fanden in einer aktuellen Studie heraus, dass besonders im Zusammenhang mit einer bestehenden Krebserkrankung eine hohe Schlafqualität mit Priorität zu behandeln ist © Alamy

Schnarchen ist nicht nur für Partner und Mitbewohner eine Qual. Auch der Schnarchende selbst leidet unter gesundheitlichen Risiken und schlechter Schlafqualität. Wenn der Schlaf durch das Schnarchen massiv beeinträchtigt ist, kann sogar das Wachstum von Krebszellen begünstigt werden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dem vorbeugen können.

Schnarchen (medizinisch: Rhonchopathie) bringt neben der offensichtlichen Lärmbelastung viele gesundheitliche Beschwerden mit sich. Akut kann es von einer Verminderung der Sauerstoffversorgung bis zu einem kompletten Verschluss der oberen Atemwege führen. Durch den daraus resultierenden Sauerstoffmangel und häufiges Aufschrecken in der Nacht leiden die Betroffenen meist unter Konzentrationsstörungen und ständiger Müdigkeit bei Tage.

 

Wie gefährlich ist chronischer Schlafmangel?

Doch was passiert langfristig im Körper, wenn an gesunden Schlaf nicht mehr zu denken ist? Eine neue Studie der American Academy of Sleep Medicine zeigt, dass die Langzeitwirkungen teilweise verheerend sind. Die Studie verglich 21.230 Frauen, die erstmalig mit einer Krebsdiagnose konfrontiert waren. Die Ergebnisse zeigten, dass regelmäßiges Schnarchen in Verbindung mit wenig Schlaf das Risiko erhöht, an einer Krebserkrankung zu versterben. So hätten Frauen, die regelmäßig schnarchen, bei einer Krebsdiagnose eine deutlich schlechtere Prognose, den Krebs zu überleben. Dies trifft besonders auf Frauen mit Brustkrebs zu.

„Wir waren überrascht, zu sehen, dass Schnarchen, besonders in Kombination mit einer kurzen Schlafdauer eine so starke Verbindung zum Überleben verschiedener Krebserkrankungen haben kann“, sagt die Hauptautorin der Studie Amanda Phipps, Professorin an der University of Washington.

Die Forscher vermuten, dass durch chronischen Schlafmangel die Entzündungswerte im Körper steigen und dadurch das Wachstum von Krebszellen gefördert wird.

 

Gesunder Schlaf  ist die beste Medizin

Umso wichtiger sei es, pro Nacht mindestens sieben Stunden am Stück zu schlafen. „Die Ergebnisse verstärken unsere These, dass Schlaf einen Effekt auf viele gesundheitliche Aspekte haben kann. Anders als viele andere Faktoren, welche das Krebsrisiko und die Krebsprognose beeinflussen, ist Schlaf etwas, das jeder Einzelne theoretisch kontrollieren kann. Unsere Ergebnisse liefern nun einen weiteren Grund, hohe Schlafqualität mit Priorität zu behandeln“, fügt Phipps hinzu.

 

Doch wie lässt sich eine bessere Schlafqualität erreichen?

Hilfreich sind zum Beispiel feste Schlafrituale. Hier finden Sie die besten Tipps der Schlafforscher für eine erholsame Nachtruhe.

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Hamburg, 06. Mai 2016

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