Warum traurige Filme dick machen

Bei traurigen Filmen greifen wir mehr zu Popcorn als bei lustigen
Eine Studie beweist: Bei traurigen Filmen greifen wir mehr zu Popcorn als bei lustigen © Shutterstock

Forscher fanden jetzt heraus, dass traurige Filme die Naschlust mehr ankurbeln als andere. Warum das so ist und auf welche Streifen Sie während einer Diät besser verzichten sollten, erfahren Sie hier.

Was hat unser Hüftgold mit unseren Lieblingsfilmen zu tun? Eine im Fachjournal JAMA Internal Medicine veröffentlichte Studie beweist: Bei traurigen Filmen naschen wir mehr Popcorn als bei Komödien. Für das Experiment verglichen die Wissenschaftler das Essverhalten zweier Kinogruppen: Die einen schauten sich die Tragödie „Love Story“ an, die anderen die Komödie „Sweet home Alabama“. Diejenigen, die den traurigen Film sahen, aßen bis zu 28 Prozent mehr Popcorn. Im zweiten Versuch war der Unterschied sogar noch deutlicher. In dem bedrückenden Science-Fiction-Film „Solaris“ knabberten die Zuschauer bis zu 55 Prozent mehr Popcorn als in der Komödie „My Big Fat Greek Wedding“.

 

Je trauriger der Film, desto mehr naschen wir

Warum ist das so? Forscher begründen das Verhalten damit, dass traurige Filme den Wunsch erhöhen, etwas zu essen. „Viele Menschen essen, um Traurigkeit zu kompensieren“, erklären die Wissenschaftler. Aber: Sie betonen auch, dass die Kinobesucher von traurigen Filmen ebenso mehr zu gesunden Lebensmitteln greifen. Sie nehmen einfach das, was vor ihnen steht und achten nicht darauf, was es ist. „Das wäre ein schneller und unkomplizierter Weg, mehr Früchte und Gemüse in die Ernährung einzubauen“, sind sich die Wissenschaftler einig.

Welche Filme machen uns dick? Wir haben für Sie eine Auswahl der traurigsten Filme zusammengestellt.

Titanic ist einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten
Titanic gehört zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten. Allein in Deutschland erreichte das Drama über 18 Millionen Zuschauer© Imago
 

Titanic

Der Film behandelt die Geschichte der Titanic und ihres Untergang im Atlantik auf ihrer Jungfernfahrt am 15. April 1912. 1700 Menschen waren an Bord des Dampfers, als er mit einem Eisberg zusammenstieß. Nur 200 Menschen überlebten die größte Schiffskatastrophe des Jahrtausends, da nicht genügend Rettungsboote vorhanden waren. Die Zuschauer erleben die Fahrt aus Sicht zweier grundverschiedener Menschen: Jack Dawson (Leonardo DiCaprio) und Rose DeWitt-Buchater (Kate Winslet).

 

Hachiko

Ein wuscheliger Hund mit schwarzen Knopfaugen kommt zehn Jahre lang jeden Tag zum Bahnhof. Die Augen fest auf die Ausgangstür gerichtet, wartet er auf sein Herrchen (im Film gespielt von Richard Gere) – vergeblich. Der Musikprofessor stirbt an Herzversagen. Diese Geschichte ist deswegen besonders traurig, weil sie auf einer wahren Begebenheit beruht.

 

Wie ein einziger Tag

Ein Herr liest einer Dame im Pflegeheim eine wunderschöne Liebesgeschichte vor. Erst gegen Ende des Films wird klar, dass es sich um ihre eigene handelt. Als die Frau an Alzheimer erkrankte, bat sie ihren Mann, sie so an ihr Glück zu erinnern. Mit Ryan Gosling und Rachel McAdams in den Hauptrollen

 

Das Leben ist schön

Als der italienische Jude Guido (Roberto Benigni) mit seinem Sohn ins KZ kommt, überzeugt der phantasiebegabte Vater ihn davon, dass alles nur ein Spiel ist. Oscarprämierte Tragikomödie.

 

Love Story

Reicher Student (Ryan O’ Neal) verliebt sich in arme Kommilitonin, die an Leukämie erkrankt (Ali MacGraw). Arthur Hiller adaptierte Erich Segals Bestseller für die Leinwand, schuf damit einen der größten Kinohits der 70er-Jahre.

Damit der „Genuss“ eines traurigen Films Sie nicht dick macht, sollten Sie die folgenden Tipps beherzigen:

Gemüse statt Popcorn

Platzieren Sie doch anstatt des Popcorns lieber ein paar gesunde Gemüsesticks vor sich. Forscher haben bewiesen, dass uns ein trauriger Film uns nicht darin beeinflusst, WAS wir essen, sondern DAS wir essen.

Kaugummi kauen

Kauen Sie bei übermäßigem Heißhungergefühl zuckerfreien Kaugummi – denn dabei werden Sättigungssignale an das Gehirn gesendet.

Wasser trinken

Wasser vor den Mahlzeiten zu trinken, ist eine hervorragende Möglichkeit, dem Hunger ein Schnippchen schlagen. Es füllt den Magen und ein Sättigungsgefühl tritt ein.

Portionieren

Es ist sinnvoll, nicht eine ganze Packung Popcorn mit ins Kino zu nehmen, sondern sie zu portionieren. Dadurch kommen wir erst gar nicht in Versuchung, sie komplett leer zu essen.

Hamburg, 3. März 2015

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