Warum tränen meine Augen im Winter?

Eine Frau putzt sich im Schnee die Nase
Wenn in der kalten Winterluft die Nase läuft und die Augen tränen, liegt das an Schutzmechanismen des Körpers © Fotolia

In den kalten Wintermonaten ein verbreitetes Phänomen: Kaum tritt man aus dem Haus, schießen die Tränen in die Augen und die Nase läuft. Doch warum ist das eigentlich so? Praxisvita klärt auf.

 

Warum tränen die Augen im kalten Wind?

Jedes Mal, wenn wir blinzeln, wird das Auge mit Tränenflüssigkeit benetzt – sie hält es feucht und befreit es von winzigen Staubkörnchen, indem sie die Körchen in einem Flüssigkeitsfilm einschließt und so aus dem Auge befördert. Im Winter ist die Luftfeuchtigkeit niedriger als bei warmen Temperaturen. Wenn es zusätzlich windig ist, bläst die kalte, trockene Luft das Auge wie ein Fön trocken. Das Auge reagiert blitzschnell darauf mit einer Überproduktion an Tränenflüssigkeit. Das Ergebnis: die Tränen fließen. Vorbeugen kann man tränenden Augen durch häufiges Blinzeln oder das Tragen einer enganliegenden Brille, die Windschutz bietet.

 

Warum läuft die Nase?

Unsere Nase hat drei Aufgaben zu erfüllen: Die eingeatmete Luft sauber, feucht und warm zu halten. Um Letzteres zu erreichen, arbeitet sie wie eine Thermostat-Heizung: Sensoren in der Nase schlagen Alarm, wenn die Temperatur abfällt – und senden ein Signal an das Gehirn. Das gibt den Befehl, die Nase „aufzuheizen“ – und sofort strömt warmes Blut in die sogenannten Nasenmuscheln im Inneren der Nase. Diese schwellen an und erwärmen die Atemluft.

Gleichzeitig produziert die Nase Sekret, um die Schleimhäute feucht zu halten – das tut sie immer. Normalerweise merken wir aber nichts davon, weil das Sekret nach hinten abläuft. Dieser Weg ist versperrt, wenn die Nasenmuscheln angeschwollen sind – deshalb läuft das Sekret nach vorne und aus der Nase. Wer das verhindern möchte, sollte seine Nase warm halten.

Hamburg, 26. Februar 2015

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