Warum sind Kinder ständig erkältet?

Redaktion PraxisVITA

Eben war noch alles gut, doch plötzlich wollen die Kleinen nicht mehr spielen, sind weinerlich und anhänglich: Kinder werden oft gefühlt aus heiterem Himmel krank. Das liegt daran, dass ihre Atemwege noch kürzer sind als bei Erwachsenen und Viren so rascher aufsteigen und sich verbreiten können.

Kleiner Junge mit Erkältung
Bis zu zehn Mal im Jahr erkrankt ein Kind durchschnittlich an einer Erkältung Foto:  Imgorthand

Wieso bekommen Kinder so schnell eine Erkältung?

Kinder sind im Schnitt sechs- bis zehnmal im Jahr erkältet, Erwachsene trifft es ebenso häufig, wenn sie Kindergartenkinder haben. Dass Kinder so viel häufiger betroffen sind, ist jedoch kein Grund zur Sorge. Es liegt an den über 200 verschiedenen Viren, die einen Infekt verursachen können. Bei jedem Kontakt mit einem bislang unbekannten Virus ist das Immunsystem zunächst noch wehrlos. Die Folge: Das Kind wird krank. Das passiert besonders häufig, sobald das Kind in die Krippe oder in die KiTa kommt. Mit jedem Infekt, den das Kind durchmacht, wird sein Immunsystem aber weiter trainiert, das sogenannte Immungedächtnis wird weiter ausgebaut. Auch wenn Eltern es nicht gerne hören: Erst im Schulalter ist die große Krankheitswelle meist vorbei.

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Warum werden Eltern jedes Mal mit ihren Kindern krank?

Eltern von Kindergartenkindern werden das Phänomen kennen: Ist das Kind erkältet, dauert es nicht lange, bis es sie selbst ebenfalls erwischt. Die Viren werden innerhalb der Familie einfach reihum weitergegeben. Und sobald ein Infekt überstanden ist, werden die nächsten Viren aus der KiTa mitgebracht und das Spiel geht von vorne los.

Aber wieso ist das so? Kinder bringen komplett andere und vor allem unbekannte Viren aus der KiTa mit nach Hause. Das sind Viren, mit denen die Eltern im Büro oder in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht unbedingt in Kontakt kommen. Zudem sind Eltern ihren Kindern natürlich näher als ihren Arbeitskollegen. Aus diesem Grund ist die Wahrscheinlichkeit, sich mit den Infekten anzustecken um ein Vielfaches höher.

Sind KiTa-Viren aggressiver?

Bei KiTa-Viren handelt es sich nicht um einen besonders aggressiven Virenstamm, der mit starken Medikamenten behandelt werden muss. Meist sind es harmlose virale Infekte, die mit Fieber oder Unwohlsein einhergehen. Eine Behandlung mit Antibiotikum ist daher unnötig. Wichtig ist nur – egal ob beim Kind oder beim Erwachsenen –, dass ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen wird und man erst wieder arbeiten oder in die KiTa geht, sobald die Erkrankung ausgestanden bzw. das Kind mindestens 24 Stunden fieberfrei ist. Bis dahin heißt es, ausruhen und den Infekt auskurieren. Für alle anderen Familienmitglieder, die sich bis dahin noch nicht angesteckt haben, gilt sich gründlich die Hände zu waschen! Denn Handkontakt ist die häufigste Übertragungsquelle bei Erkältungen. Krankheitskeime können leicht weiter in den Organismus vordringen, wenn sie zuvor an den Händen waren. Dies geschieht vor allem durch das anschließende Berühren von Mund, Nase oder Augen. Wer sich vor einer Erkältung schützen will, sollte sich mehrmals täglich die Hände gründlich mit Seife waschen (Fingerzwischenräume nicht vergessen). Extra-Tipp: Singen Sie dabei zweimal (leise) „Happy Birthday to you!“ – so lange (etwa 30 Sek.) dauert eine wirksame Handhygiene.

 

Kapland-Pelargonie

Die Wurzel der Kapland-Pelargonie enthält besonders wertvolle Inhaltsstoffe, sogenannte Polyphenole, deren Extrakt die Vermehrung von Viren hemmt Foto:  emer1940

Erkältet? Die Naturapotheke kann helfen

Wenn es zu einer Erkrankung gekommen ist, wie lindern wir Bronchitis, Schnupfen & Co. effektiv? Dieser Frage sind Wissenschaftler jetzt nachgegangen, und sie stießen im Rahmen ihrer Forschungen auf die in Südafrika beheimatete Kapland-Pelargonie (Geranienart Pelargonium sidoides). Untersuchungen im Labor zeigten, dass ihre Wurzel besonders wertvolle Inhaltsstoffe enthält, sogenannte Polyphenole, und deren Extrakt die Vermehrung von Viren hemmt. Sogar das Eindringen von Bakterien in Zellen wird erschwert. Im Falle einer Infektion bringen die Pflanzenstoffe auch noch spezielle Zellen des Immunsystems in Höchstform. Darüber hinaus wurden zusätzliche Wirkmechanismen aufgedeckt. So verflüssigt der Extrakt der Kapland-Pelargonie zudem zähflüssigen Schleim, wodurch dieser leichter abgehustet werden kann. Zusätzlich steigert er die Aktivität der sogenannten Flimmerhärchen. So wird der Abtransport des Schleims aus den Atemwegen stimuliert. Das wiederum vermindert den Nährboden für zusätzliche bakterielle Infektionen.

Die Erkrankung heilt deutlich schneller ab

Umfangreiche Studien mit insgesamt über 10.000 Patienten (darunter über 4.000 Kinder und Jugendliche) zeigten, welchen Nutzen Patienten von speziellen phytotherapeutischen Arzneimitteln mit dem Extrakt aus der Wurzel der Kapland-Pelargonie haben. Menschen mit einer akuten Bronchitis ging es nach der Einnahme schneller besser. Sie waren im Schnitt zwei Tage früher wieder gesund (Prüfpräparat: „Umckaloabo®“, rezeptfrei in der Apotheke). Kinder konnten wieder in die Schule und Erwachsene an den Arbeitsplatz zurückkehren. Zudem belastet das Naturmittel weder die Magen-Darm-Flora noch das Herz-Kreislauf-System. Und: Da der Extrakt im Gegensatz zu Antibiotika nicht in den Stoffwechsel der Erreger eingreift, besteht auch keine Gefahr von Resistenzbildung.

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