Warum Saunabesuche Ihr Leben retten können

Frauen in der Sauna
Die Sauna entspannt nicht nur, sie kann auch vor Herzinfarkten und Schlaganfällen schützen © Fotolia

Regelmäßiges Saunieren schützt vor Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die kürzlich im Journal JAMA Internal Medicine veröffentlicht wurde.

Die Wissenschaftler von der University of Eastern Finland in Kuopio sammelten ursprünglich in den Jahren 1984 und 1985 Gesundheitsdaten von 2300 finnischen Männern. Im Jahr 2011 kontaktierten sie die Studienteilnehmer erneut und befragten sie ein weiteres Mal. Dabei kam heraus: Je häufiger und je länger die Männer in die Sauna gingen, desto weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten sie. Auch lebten diese Männer länger.

 

Sauna schützt vor plötzlichem Herztod

„Mehr ist besser!“, fasst der Autor der Studie, Jari Laukkanen, zusammen. Das geringste Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hätten die Probanden mit vier oder mehr Saunabesuchen in der Woche. Ein positiver Effekt auf die Gesundheit sei aber schon bei zwei bis drei wöchentlichen Sitzungen zu erkennen. So reduzierte sich für sie das Risiko eines plötzlichen Herztods um 22 Prozent. In der Gruppe mit vier bis sieben Saunagängen pro Woche lag dieses Risiko sogar um 63 Prozent geringer.

 

Sauna wirkt ähnlich wie Sport

Saunieren, so Laukkanen, hat einen ähnlichen Effekt auf den Körper wie Sport: Der Herzschlag beschleunigt sich und der Schweiß beginnt zu fließen. Auch wenn die Studie nur Männer ins Visier nahm, gelten die Ergebnisse wohl auch für Frauen, glaubt der Studienleiter. Sicher ist das aber erst nach weiteren Studien.

Sie sei sich nicht sicher, ob dieser Effekt direkt auf andere Länder übertragbar ist, sagte Harlan Krumholz, Kardiologin an der Yale Universität, dem Forbes Magazin. Immerhin gehöre die Sauna in Finnland zum täglichen Leben – in anderen Ländern sei das nicht der Fall.

Finanziert wurde die Studie von der Finnish Medical Foundation, der Finnish Foundation for Cardiovascular Research und der Finnish Cultural Foundation.

Hamburg, 24. Februar 2015

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