Kann man Sonnencreme auch falsch anwenden?

Warum muss man immer wieder nachcremen? Welchen Sinn hat dann ein hoher Lichtschutzfaktor?

Auf fast allen Sonnenschutzcremes steht der Hinweis: Regelmäßig nachcremen. Kann man dadurch den Schutz verlängern? Nein, nachcremen bedeutet, dass der Schutz erhalten bleibt. An der maximalen Zeit, die man in der Sonne verbringen sollte, ändert sich nichts. Der auf der Flasche angegebene Schutz wird tatsächlich nur für einen relativ kurzen Moment erreicht, durch das Liegen bliebt die Sonnencreme am Handtuch haften oder wird durch Schwitzen abgeschwächt. Auch Wasser mindert die Wirkung von Sonnencreme, selbst bei wasserfesten Produkten, ab (s. nächstes Bild). Deshalb sollte mindestens alles zwei Stunden am Strand und nach jedem Abkühlungsbad der Schutz erneuert werden. Der Lichtschutzfaktor bleibt übrigens auch nach doppeltem Auftragen immer gleich. Welchen Faktor Sie verwenden sollten, erfahren Sie beim Blick in den Spiegel. Menschen mit heller Haut und hellen Haaren brauchen einen hohen Schutzfaktor. Die Eigenschutzzeit der Haut hält zwischen fünf und 30 Minuten, bei hellen Hauttypen ist sie relativ kurz. Multipliziert man die Minutenzahl mit dem Lichtschutzfaktor, ergibt sich die Dauer, die man mit Schutz in der Sonne liegen kann. Beispiel: Sie haben eine helle Haut und somit eine Eigenschutzzeit von etwa zehn Minuten. Verwenden Sie nun eine Sonnencreme mit LSF 20, ergibt das eine Zeit von 200 Minuten. Danach heißt es, raus aus der Sonne, egal wie oft Sie nachgecremt haben. Einige Stunden warten und dann wieder von vorne die Minuten zählen, funktioniert übrigens nicht. Zwischendurch braucht die Haut zwischen sieben und acht Stunden Regenerationspause. Das nächste Sonnenbad muss also auf den nächsten Tag warten.

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