Warum guter Schlaf wichtig für unsere Gesundheit ist

Mann schläft entspannt
Während wir schlafen ist die Produktion von Abwehrzellen am höchsten. Wir können uns tatsächlich "gesundschlafen" © imago

Nachts vollbringt unser Organismus Höchstleistungen. Denn er regeneriert den gesamten Körper - aber nur, wenn wir auch tief und fest schlafen. Die Abwehrkräfte werden gestärkt, Hormone kurbeln das Zellwachstum an und das Gedächtnis speichert, was wir am Tag zuvor gelernt haben – all das passiert im Schlaf. Daher ist seine Qualität auch so wichtig, damit sich der Körper erholen und regenerieren kann.

 

Die Abwehr wird gestärkt

Schon kurz nach dem Einschlafen durchlaufen wir die erste Tiefschlafphase: Das Gehirn schüttet besonders viel von dem Wachstumshormon Somatropin aus. Es stärkt die Knochenfestigkeit, erhöht die Leistungsfähigkeit, fördert die Wundheilung und repariert winzige Muskelverletzungen. Aktuelle Studien belegen, dass die Produktion von Abwehrzellen im Schlaf ihren höchsten Stand erreicht. Wir können uns also tatsächlich "gesundschlafen" – zum Beispiel wenn wir bei einer Erkältung einfach einen ganzen Tag im Bett liegen bleiben.

 

Schlaf macht schön

Auch den Schönheitsschlaf gibt es wirklich. Grund dafür ist das Wachstumshormon: Es sorgt nicht nur dafür, dass Kinder wachsen, sondern übernimmt auch im erwachsenen Körper wichtige Funktionen. Das Hormon repariert Zellschäden in der Haut und dem Gewebe. Es ist wichtig für das Kollagengerüst und sorgt für straffe Haut. Außerdem baut das Hormon Fett aus den Zellen ab. Wer zu wenig schläft, neigt auch deshalb zu Übergewicht.

 

Wer gut schläft, lernt auch besser

Nur im Tiefschlaf kann das Gehirn neues Wissen abspeichern. Wenn wir eine Sprache lernen, pauken wir zwar am Tag Vokabeln – aber wir merken sie uns erst im Schlaf! Tagsüber parkt das Gehirn die Informationen in einem Zwischenspeicher. Im Schlaf ruft es die Daten nochmal ab und überträgt alles Wichtige in den Langzeitspeicher. Tests zeigen: Wer nach dem Lernen schäft, erinnert sich besonders gut an neu erworbenes Wissen.

 

Schlaf schützt das Herz

Der Blutdruck wird im Schlaf heruntergefahren, das Herz schlägt langsamer. Wenn wir häufig aufwachen, steigt unser Blutdruck wieder an – vor allem, wenn wir in den wachen Phasen aufstehen. Länger anhaltende Schlafstörungen können so Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Guter Schlaf beugt auch Burn-out und Depressionen vor, weil im Schlaf ausgeschüttete Botenstoffe das Stresshormon Cortisol abbauen.

 

So viel Schlaf brauchen wir:

Durchschnittswerte: Teenager 9 -10, Erwachsene 7-8, über 70-Jährige 5 -6 Stunden. Wichtiger als die Schlafdauer ist aber seine Qualität, damit sich der Körper in der Tiefschlafphase ungestört regenerieren kann.

 

Der Ablauf unseres Schlafs

  1. Leichter Schlaf: Kurz nach dem Einschlafen wecken uns selbst leise Geräusche. Atmung und Puls verlangsamen, der Blutdruck sinkt.
  2. Die Tiefschlafphase: Wir träumen kaum und bewegen uns wenig. Jetzt schüttet das Gehirn Hormone zur Regeneration aus.
  3. Rapid-Eye-Movement-Phase (REM): Viele Hirnregionen sind aktiv. Wir träumen lebhaft, unsere Muskeln sind dabei lahmgelegt.
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