Warum Frauen mehr Schlaf brauchen

Verena Elson Medizinredakteurin
Ein Paar liegt im Bett und schläft
Laut britischen Forschungsergebnissen benötigen Frauen im Schnitt 20 Minuten mehr Schlaf pro Nacht als Männer © Fotolia

Es ist wissenschaftlich erwiesen: Frauen brauchen mehr Schlaf als Männer. Der Grund dafür: Ihr Gehirn arbeitet komplexer.

Ab sofort können Frauen sich morgens guten Gewissens im Bett nochmal umdrehen – und werden dabei von der Wissenschaft unterstützt: Forschungsergebnisse des Loughborough University Sleep Research Center in England besagen, dass Frauen im Schnitt 20 Minuten pro Nacht länger schlafen sollten als Männer.

Der Grund aus Sicht der Forscher: Frauen haben komplexere Gehirne, die aufwändiger arbeiten als die von Männern – und darum auch längere Erholungsphasen benötigen. „Gehirne von Frauen sind anders verdrahtet ... darum ist ihr Schlafbedürfnis leicht erhöht“, erklärt Prof. Jim Horne, Direktor des Forschungszentrums: „Frauen tendieren zum Multitasking – sie sind flexibel und tun mehrere Dinge gleichzeitig – und so nutzen sie einen größeren Teil ihres Gehirns als Männer.“

 

Schlafmangel hat bei Frauen gravierendere Folgen

Bekommen Frauen zu wenig Schlaf, wirkt sich das laut Prof. Horne auch stärker auf ihre Gemütslage und ihre Gesundheit aus: „Für Frauen hängt Schlafmangel stark mit einem hohen Maß an psychischem Leid und stärkeren Gefühlen von Feindseligkeit, Depressionen und Ärger zusammen. Bei Männern treten diese Gefühle bei dem gleichen Schlafmangel nicht auf.“

Mediziner empfehlen eine Schlafdauer von sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht, allerdings kann sich das individuelle Schlafbedürfnis von Mensch zu Mensch unterscheiden.

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Hamburg, 16. März 2016

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