Warum Frauen eher Bier als Prosecco trinken sollten

Gemäßigter Bierkonsum kann Frauen vor Herzinfarkt schützen
Statt einen Cocktail oder ein Glas Prosecco zu trinken, sollten sich Frauen eher ein Glas Bier gönnen © Fotolia

Frauen, die ein- bis zweimal in der Woche Bier trinken, können ihr Herzinfarkt-Risiko um bis zu 30 Prozent senken. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie aus Schweden.

Gute Nachrichten für alle Biertrinkerinnen: Aus Gesundheitsgründen müssen Sie künftig nicht mehr auf den Genuss verzichten. Tatsächlich kann der Bierkonsum bei Frauen sogar gesundheitsfördernd sein. In einer Langzeitstudie fanden schwedische Forscher heraus, dass Frauen, die ein- bis zweimal in der Woche Bier trinken, ihr Herzinfarkt-Risiko um bis zu 30 Prozent senken können. Verglichen wurden sie dabei sowohl mit starken Biertrinkerinnen als auch mit Frauen, die gar kein Bier zu sich nehmen. Für die Studie wurden rund 1.500 Frauen über 32 Jahre von Wissenschaftlern der Sahlgrenska Academy, Universität von Göteborg, begleitet.

 

Ergebnisse müssen durch Folgestudien bestätigt werden

„Frühere Studien legten bereits den Verdacht nahe, dass moderater Alkoholkonsum vor gewissen Krankheiten schützen kann. Aber bevor wir das wirklich allgemein bestätigen können, müssen unsere Ergebnisse durch Folgestudien überprüft werden“, so Dominique Hange, Mitglied des Forschungsteam an der Universität von Göteborg.

Für die Studie wurden die teilnehmenden Frauen detailliert über ihren Alkoholkonsum befragt. Neben den positiven Effekten des Bierkonsums interessierten sich die Forscher auch für den Einfluss von Alkohol auf Krankheiten wie Schlaganfall, Diabetes und Krebs. In der Studienzeit erlitten 185 der Frauen einen Herzinfarkt,  162 einen Schlaganfall, 160 entwickelten Diabetes und bei 345 wurde Krebs diagnostiziert. Gerade bei Krebs konnten die Forscher erneut einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Krankheit und Alkoholkonsum herstellen: So hatten Frauen, die verstärkt hochprozentigen Alkohol tranken, ein um bis zu 50 Prozent erhöhtes Risiko, an Krebs zu sterben.

Hamburg, 28. September 2015

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