Warum ein Strich bestimmen kann, wie betrunken Sie werden

Zwei Biergläser
Wie schnell wir ein Glas Bier trinken, hängt auch von der Form des Glases ab, zeigt eine aktuelle britische Studie © Shutterstock

„Hätte ich doch gestern ein Glas weniger getrunken!“ Für alle, denen dieser Satz morgens häufiger durch den brummenden Kopf geht, gibt es gute Nachrichten: Forscher haben einen ganz einfachen Trick herausgefunden, mit dem Sie sich selbst überlisten und zu einem moderateren Trinkverhalten bringen können.

Das Geheimnis liegt in den Mengenmarkierungen am Glas – denn die bestimmen das Tempo, mit dem wir alkoholische Getränke konsumieren, haben britische Forscher jetzt herausgefunden.

Für ihre Untersuchung teilten die Wissenschaftler der University of Bristol in Großbritannien 80 Männer und 80 Frauen in zwei Gruppen ein – keiner der Probanden hatte bisher mit Alkoholproblemen zu kämpfen. Gruppe eins bekam Bier in geschwungenen Gläsern mit Markierungen bei einem Viertelliter, einem halben Liter und dreiviertel Litern. Teilnehmern der Gruppe zwei wurde Bier in geschwungenen Gläsern ohne Markierung serviert.

 

Mengen-Markierungen drosseln Trinktempo

Die Wissenschaftler stoppten die Zeit, in der die Probanden ihre Gläser leerten und verglichen die beiden Gruppen miteinander. Das Ergebnis: Im Schnitt benötigten die Probanden mit markierten Gläser 10,3 Minuten für ein Glas, Probanden mit unmarkierten Gläsern dagegen nur 9,1 Minuten.

„Die Geschwindigkeit, mit der Bier getrunken wird, kann einen direkten Effekt auf die Vergiftungserscheinungen haben“, sagt Studienleiterin Dr. Angela Attwood. „Eine hohe Trinkgeschwindigkeit kann außerdem die Menge erhöhen, die an einem Abend getrunken wird.“

Doch was tun, wenn das Glas in der Kneipe nunmal keine Markierung hat? Der beste Trick: Gummibänder mitnehmen und selbst Markierungen kreieren. Ein weiterer Vorteil dieser Technik: Sie werden Ihr Glas garantiert nicht mehr mit dem Ihres Sitznachbars verwechseln.

Hamburg, 11. Mai 2015

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