Warum Babys Musik brauchen

Carolin Banser Medizinredakteurin

Babys lieben sanfte Klänge und Melodien. Musik macht sie nicht nur glücklich – sie fördert sogar ihre Entwicklung! Warum es höchste Zeit ist, mehr Musik ins Leben Ihrer Kleinen zu bringen, erfahren Sie hier.

Musik ist eine Sprache, die Babys von Geburt an verstehen. Genau wie Musik folgt auch die Sprache einem Rhythmus. Wir lernen, Silber richtig erkennen zu können, einzuordnen und das Gesprochene zu verstehen. Vor diesem Hintergrund haben Forscher am Washington’s Institute for Learning & Brain Sciences jetzt den Einfluss von Musik auf die Entwicklung von Babys genauer untersucht und  herausgefunden: Klänge, Töne und Rhythmen unterstützen die Kleinen sogar dabei, ihre Muttersprache besser zu lernen. Ihre Ergebnisse präsentierte das Team um Christina Zhao und Patricia Kuhl nun im Fachmagazin  „Proceedings of the National Academy of Sciences (Pnas)“.

 

Babys mit Musik lernen schneller

Die Wissenschaftler beobachteten 39 Babys im Alter von neun Monaten über einen Zeitraum von vier Wochen. Für das Experiment wurden die Kleinen in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt, die jeweils 15-minütige Spieleinheiten im Beisein ihrer Eltern in einem Labor abhielten. Die einen klopften und trommelten im Takt der Musik. Die anderen übten Aktivitäten ohne musikalische Begleitung aus – dafür mit Bauklötzen und Spielzeugautos.

Nach insgesamt zwölf Einheiten wurde die Gehirnaktivität mittels der Magnetoenzephalographie (Meg) bei den jungen Probanden gemessen. Dabei spielten die Wissenschaftler ihnen Sprachaufnahmen und Musikintervalle vor.

Die Gehirnscans zeigten deutliche Unterschiede im Hörzentrum und im präfrontalen Cortex. Die Babys der Musikgruppe reagierten viel stärker auf die Impulse. Anders als die Kinder der Kontrollgruppe konnten diese rhythmische Muster in Musik und Sprache also viel besser erkennen.

Hamburg, 26. April 2016

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