Warnung vor Herzmitteln mit Digitalis

Redaktion PraxisVITA
Fingerhut-Pflanze
Herzmedikamente auf Basis der Fingerhut-Pflanze (Digitalis) erhöhen laut einer aktuellen Studie die Sterblichkeit bei Herzpatienten © Fotolia

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Herzmedikamente mit dem Wirkstoff Digitalis die Sterblichkeit von Herzpatienten erhöhen – was Patienten jetzt wissen sollten.

Bereits seit längerem sind Herzmedikamente auf Basis der Fingerhut-Pflanze (Digitalis) unter Medizinern umstritten. In ihrer aktuellen Metastudie fanden Forscher des Universitätsklinikums Frankfurt jetzt heraus, dass Medikamente mit Digitalis die Sterblichkeit von Patienten mit Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern erhöhen.

 

Größte Studie zu Digitalis

Die Wissenschaftler um den Kardiologen Prof. Stefan Hohnloser analysierten für die bislang größte Studie zum Thema Digitalis die Daten von 326.000 Patienten mit Herzinsuffizienz oder Vorhofflimmern, die in insgesamt 19 Studien der Jahre 1993 bis 2014 erfasst worden waren.

Das Ergebnis: Bei Patienten, die mit Digitalis behandelt wurden, war die Sterblichkeitsrate um 21 Prozent höher als bei Patienten, die den Wirkstoff nicht eingenommen hatten.

 

Was können Patienten jetzt tun?

Patienten, die ein Herzmedikament mit dem Wirkstoff Digitalis einnehmen, sollten sich mit ihrem Arzt in Verbindung setzen und besprechen, welches andere Mittel für sie als Alternative in Betracht kommt. Keinesfalls sollten sie jedoch ihr Herzmittel eigenständig absetzen.

Hamburg, 7. Mai 2015

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