„Warntag“ 10.9.2020: Das muss jeder wissen

Clara Dembinski

Morgen am 10.09.2020 findet der erste bundesweite „Warntag“ statt. Dafür wird in allen 16 Bundesländern, in jedem Landkreis und jeder Kommune ein Vollalarm ausgelöst ­– eine Probe für den Ernstfall.

„Warntag“ 10.9.2020
Am 10.09 um 11 Uhr ertönen alle Sirenen Deutschlands gleichzeitig Foto:  imago images / Jan Huebner
Inhalt
  1. Warum gibt es den „Warntag“ 10.09.2020?
  2. Wie funktioniert das Alarmsystem?
  3. „Warntag“ 10.09.20 – Das muss beachtet werden

Wenn morgen um 11 Uhr in ganz Deutschland die Sirenen heulen und Warnmeldungen auf dem Fernseher oder Smartphone aufleuchten, besteht kein Grund zur Sorge. Es handelt sich dabei um eine bundesweite Alarmprobe, die testen soll, wie schnell im Ernstfall auf eine nationale Katastrophe reagiert werden kann.

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Warum gibt es den „Warntag“ 10.09.2020?

Rechtzeitig informieren und handeln: Je schneller in einer Gefahrensituation reagiert werden kann, desto mehr Menschenleben können geschützt werden. Denn bei Hochwasser, Bränden, Unwettern oder Anschlägen entscheiden manchmal nur wenige Minuten über die Sicherheit vieler Bürger. Wer früh genug gewarnt ist, kann sich selbst und seine Angehörigen schützen.

Laut der Bundesregierung soll der „Warntag“ 10.09.2020 helfen:

  • „die Bürger für das Thema 'Warnung der Bevölkerung' sensibilisieren,
  • den Ablauf von Warnungen besser verständlich machen,
  • die technische und organisatorische Warninfrastruktur überprüfen und
  • auf die verfügbaren Warnmittel (wie Sirenen, Warn-Apps und digitale Werbeflächen) aufmerksam machen.“

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Wie funktioniert das Alarmsystem?

Schon seit dem Jahr 2001 gibt es in Deutschland das sogenannte Modulare Warnsystem (MoWaS), das Warnmeldungen auf möglichst vielen Kanälen verbreiten soll. Genutzt werden dazu beispielsweise alle Medien, die mit dem System verbunden sind. Mit dabei: Rundfunkanstalten, diverse Radiosender, aber auch Warn-Apps auf dem Smartphone. Um auch die Menschen zu erreichen, die zum Zeitpunkt der Warnung keine Medien nutzen, werden zeitgleich alle kommunalen Warnmittel ausgelöst, wie Sirenen und Lautsprecherwagen.

 

„Warntag“ 10.09.20 – Das muss beachtet werden

Damit möglichst viele Bürger über den bevorstehenden „Warntag“ Bescheid wissen, sollten Sie Angehörige und Bekannte darüber informieren. So kann verhindert werden, dass Chaos entsteht, wenn morgens die Sirenen ertönen. Deshalb ist es außerdem sinnvoll, sich vorher zu erkundigen, welche Warnmittel in Ihrer Kommune ausgelöst werden. Das Spektakel kann insgesamt etwa eine halbe Stunde dauern. Der „Warntag“ 10.09. wird auch in Zukunft jährlich am zweiten Donnerstag im September durchgeführt.

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Quellen:

Bundesweiter Warntag, in: warnung-der-bevielkerung.de

So läuft der erste deutschlandweite Warntag ab, in: Bundesregierung

Modulares Wansystem (MoWaS), in: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

 

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