Warnsystem der EU: Immer mehr gefährliche Produkte

Redaktion PraxisVITA
Ein Baby spielt auf einer Decke
Was in die Finger gerät, landet auch im Mund – deshalb sollten Baby-Spielsachen weder giftige Stoffe noch Kleinteile enthalten, die verschluckt werden können © Fotolia

Die „Rapex“-Liste der EU warnt vor gesundheitsgefährdenden Konsumgütern. Rund 2.500 Produkte wurden 2014 aufgrund dieser Warnungen aus dem Verkehr gezogen.

In der Datenbank „Ratex“ (Rapid Alert System für Dangerous Non-Food Consumer Products) warnen sich die EU-Staaten gegenseitig vor gesundheitsschädigenden Konsumgütern aus allen Bereichen außer Lebensmittel und Medikamente. Das Ziel des Warnsystems ist, die betreffenden Produkte vom europäischen Markt zu verbannen – ob dies geschieht, entscheiden die einzelnen Länder jedoch selbst.

 

Rapex-Bericht: Immer mehr gefährliche Produkte

Der aktuelle Rapex-Bericht zeigt, dass immer mehr gefährliche Güter auf den europäischen Markt kommen: Demnach wurden im vergangenen Jahr 71 mehr bedenkliche Produkte gemeldet als im Vorjahr. Mit 28 Prozent am häufigsten landeten Spielsachen auf der Warnliste – beispielsweise, weil sie Kleinteile enthielten, an denen Kinder ersticken könnten.

Ein weiterer großer Posten mit 23 Prozent: Kleidung, Textilien und Modeschmuck, die giftige Chemikalien oder Schwermetalle enthielten.

Die Rapex-Datenbank ist öffentlich zugänglich: Hier können Sie sich über als gefährlich eingestufte Produkte informieren. Informationen zu giftigen Stoffen in Spielzeug und Testberichte finden Eltern außerdem beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und bei der Stiftung Warentest. Bei welchem Spielzeug besondere Vorsicht geboten ist, erfahren Sie hier.

Hamburg, 24. März 2015

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