Warnsignale: Harmlos oder bedrohlich?

Gewichtsverlust durch Lungenkrebs
Mehr als fünf Prozent Gewichtsverlust in drei Monaten ist nicht normal. Lassen Sie die Ursache dafür von einem Arzt abklären – es muss längst nicht immer Krebs sein © Fotolia

Kaum ein Tag, an dem nicht ein kleiner Fortschritt im Kampf gegen Krebs zu vermelden ist. Die Therapie für Darm- oder Lungenkrebs wird immer zielgerichteter. Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Wir sagen Ihnen, auf welche Symptome Sie als Frau besonders achten müssen.

 

Anhaltender Husten

Lungenkrebs wird oft spät entdeckt. Ob in der Erkältungszeit oder Allergiesaison – jeder hustet mal. Durchaus auch länger. Deshalb übersehen wir Husten als Warnsignal häufig. Lassen Sie Beschwerden, die länger als vier Wochen anhalten, stets abklären: Es kann auch eine Lungenentzündung oder Keuchhusten sein. Eine Röntgenuntersuchung schafft Klarheit.

 

Veränderungen in der Brust

Verhärtungen, Dellen, Vorwölbungen, Rötungen oder Orangenhaut: Wenn Sie an Ihrer Brust plötzlich so etwas feststellen, sollten Sie das nicht einfach ignorieren – sondern zum Frauenarzt gehen. Noch besser: Überlassen Sie solche Feststellungen nicht dem Zufall, sondern untersuchen Sie Ihre Brust einmal im Monat gezielt.

 

Störungen der Verdauung

Wenn Sie häufig unter Blähungen, Bauchschmerzen und Verstopfung leiden, kann vieles dahinterstecken. Unter anderem leider auch Eierstockkrebs. Lassen Sie die Beschwerden abklären. Zum Lindern der Symptome hilft Fencheltee.

 

Unerklärlicher Gewichtsverlust

Schön, schon wieder ein paar Kilo runter! Wenn dies jedoch geschieht, ohne dass Sie eine Diät machen oder gerade extremen Stress haben, steckt meist eine Erkrankung dahinter. Längst nicht immer Krebs, oft ist die Schilddrüse schuld. Aber plötzlichem Gewichtsverlust sollten Sie auf den Grund gehen. Besonders für Magen- oder Bauchspeicheldrüsen-Krebs ist dies ein erstes Anzeichen.

Diese Termine sollten Sie nicht verpassen

Ab 20: Früherkennung Gebärmutterhals-Krebs
Ab 30: Früherkennung Brustkrebs
Ab 35: Früherkennung Hautkrebs
Ab 50: Früherkennung Darmkrebs
Ab 50: Früherkennung Brustkrebs
Ab 55: Früherkennung Darmkrebs
 

Ungewöhnliche Blutungen

Wenn Ihnen beim Toilettengang eine rektale Blutung auffällt: Haben Sie keine Scheu und sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Auch Blutungen außerhalb der Regel sollten Sie Ihrer Frauenärztin mitteilen. Oft stimmt die Hormon-Balance dann nicht. Blutungen nach der Menopause sind immer ein Alarmsignal für Unterleibskrebs.

 

Harte Lymphknoten

Während einer Erkältung oder bei einer Entzündung im Körper schwellen die Lymphknoten an – das ist normal. Ertasten Sie indes ohne einen solchen ersichtlichen Grund einen vergrößerten, harten, nicht schmerzenden Lymphknoten, zum Beispiel am Hals, am Schlüsselbein oder unterm Arm, gehen Sie immer zum Arzt!

 

Hautveränderungen

Fällt Ihnen ein neues Muttermal auf oder verändert sich eines, das Sie schon länger haben: Fragen Sie den Hautarzt um Rat.

 

Starke Müdigkeit

Extrem müde – und es wird auch durch schlafen nicht besser? Lassen Sie das nicht auf sich beruhen. Ihr Arzt kann mit Blutuntersuchungen testen, was los ist.

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