Wanzen, Flöhe und Kopfläusen vorbeugen: So geht es

Flöhe können von Hunden auf den Menschen übertragen werden
Hunde- und Katzenflöhe können auch auf den Menschen überwechseln – Haustiere deshalb regelmäßig mit einem Flohkamm untersuchen © Fotolia

Läuse und Flöhe sind ein Albtraum – mit den richtigen Tipps wird man sie aber schnell los. Wie Sie Flöhe, Wanzen und Kopfläusen vorbeugen, erfahren Sie hier.

Kopfläuse, Wanzen und Flöhe sind so alt wie die Menschheit selbst – und selbst in unserer modernen Zeit einfach nicht auszurotten. Jährlich befallen die winzigen Plagegeister in Deutschland bis zu eine Million Menschen. Besonders betroffene Orte sind Schulen und Kitas, aber auch Hotels oder öffentliche Garderoben. Mit diesen Methoden Betroffene Flöhe, Wanzen und Kopfläusen vorbeugen und behandeln können, erfahren Sie hier.

 

Kopfläusen vorbeugen

Läuse leben am liebsten in der Schläfen- und Nackengegend oder hinterm Ohr.

Vorbeugung: Um Kopfläusen vorzubeugen, sollten Sie Kämme und Bürsten regelmäßig in Kernseifenlauge auswaschen. Immer gründlich saugen, alle Wäschestücke bei 60 Grad reinigen. Kissen oder Stofftiere kann man auch 24 Stunden ins Tiefkühlfach legen, damit die Kälte den Tieren den Garaus macht.

Behandlung: Um Kopfläuse bekämpfen zu können, eignet sich ein spezielles Schampoo, das die Läuse und ihre Eier (Nissen) abtötet. Hierbei kann man sich zwischen einer chemischen Substanz (Insektizid aus der Apotheke) oder einer physischen (verstopft die Atemwege der Läuse) entscheiden. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt folgenden Vier-Punkte-Plan:

Tag 1: Behandlung mit Spezial-Shampoo, anschließend eine Pflegespülung auftragen und mit einem Läusekamm nass auskämmen. Danach auswaschen.

Tag 5: Erneut kämmen und ausspülen.

Tag 8: Behandlung wiederholen. So werden auch sehr spät geschlüpfte Larven abgetötet.

Tag 13: Haare gründlich auskämmen und überprüfen, ob die Therapie wirksam war und die Läuse weg sind.

Zwischen den Behandlungstagen die Haare bei Bedarf mit normalem Shampoo waschen und mit einem Läusekamm kämmen.

 

Schutz vor Wanzen

Erste Hinweise auf Bettwanzen: Eine Rötung und eventuell Juckreiz an Armen und Beinen.

Vorbeugung: Alte Bücher, Antikes und Bilder vom Flohmarkt am besten für ein paar Tage ins Tiefkühlfach legen – das tötet die Larven ab.

Nach der Urlaubsreise: Gepäck im Bad auspacken und Kleidung sofort in der Maschine bei mindestens 60 Grad reinigen.

Behandlung: Ein professioneller Schädlingsbekämpfer führt mehrere Behandlungen mit Insektiziden durch, da die Eier sehr widerstandsfähig sind. Danach alle Gegenstände gründlich absaugen und alle Textilien (auch Vorhänge etc.) bei mindestens 60 Grad waschen.

 

Tipps gegen Flöhe

Bei Flohstichen – meist in Reihen – kommt es zu schmerzhaften oder juckenden Rötungen.

Vorbeugung: Da Hunde- und Katzenflöhe auch auf den Menschen überwechseln können: Haustiere regelmäßig mit einem Flohkamm kämmen und ihrem Futter Vitamin B1 zufügen – der Geruch stößt Flöhe ab.

Behandlung: Möbel und Teppiche im Abstand von zwei Tagen mit dem Dampfreiniger säubern. Bettwäsche bei 60 Grad waschen. Wenn das nicht hilft: Chemische Flohbekämpfungsmittel einsetzen.

Übrigens: Jucken ist ansteckend – vor allem bei emotional labilen Menschen! Sehen die, wie andere sich kratzen, werden bestimmte Hirnregionen eingeschaltet, die auch beim Kratzen selbst aktiv sind.

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.