Wann deutet mein Muttermal auf Hautkrebs hin?

Eine Frau cremt ihren Rücken ein
Endlich Sonnenschein! Es zieht uns wieder ins Freie. Doch vorsicht: Mit den Temperaturen steigt auch das Risiko für Sonnenbrand und Hautkrebs © Fotolia

Wenn ein Muttermal verdächtig aussieht, ab zum Arzt! Doch was heißt „verdächtig“? Die meisten wissen das nicht, zeigt eine aktuelle britische Umfrage. PraxisVITA nennt die wichtigsten Hautkrebs-Anzeichen.

Hautkrebs – diese Diagnose trifft jedes Jahr rund 200.000 Menschen in Deutschland. Und die Tendenz ist steigend: Experten rechnen damit, dass in den nächsten Jahren und Jahrzehnten jeder zweite Deutsche von dieser Krankheit betroffen sein wird. Aber die Prognose ist gut: Hautkrebs kann heute zu 100 Prozent geheilt werden, wenn er früh genug erkannt und behandelt wird. Dazu solte man jedoch die Anzeichen wie beispielsweise ein verdächtiges Muttermal kennen.

 

Die meisten kennen Hautkrebs-Anzeichen nicht

Doch hier ist das Wissen des Patienten gefragt: Wer ein verdächtiges Muttermal entdeckt, sollte es vom Arzt untersuchen lassen. Doch ab wann ist ein Muttermal verdächtig?

Eine Studie der British Association of Dermatologists (BAD) kam jetzt zu dem Ergebnis, dass die meisten Menschen sich nicht zutrauen, das richtig einzuschätzen. 77 Prozent der über 1.000 Befragten gaben demnach an, die Anzeichen von Hautkrebs nicht zu kennen. Besonders besorgniserregend ist das im Hinblick auf das zweite Ergebnis der Studie: 72 Prozent der Teilnehmer berichteten, im letzten Jahr mindestens einen Sonnenbrand gehabt zu haben.

Muttermal
Ein verdächtiges Muttermal sollte immer ärztlich untersucht werden© iStock
 

Die ABCDE-Regel: So erkennen Sie Hautkrebs durch ein Muttermal

Ärztlich untersucht werden sollte jedes Muttermal, auf das die sogenannte ABCDE-Regel zutrifft:

  • A = Asymmetrie: ungleichmäßige, asymmetrische Form
  • B = Begrenzung: keine klare Begrenzung, sondern Zacken und zungenförmige Ausläufer
  • C = Colour (Farbe): unregelmäßige Färbung mit hellbraunen, dunkelbraunen und schwarzen Bereichen
  • D = Durchmesser: breiter als fünf Millimiter
  • E = Erhabenheit: hervortretende oder knotige Oberfläche

Der Sonnenbrand gehört zu den größten Risikofaktoren für Hautkrebs wie beispielsweise ein verändertes Muttermal – besonders, wenn er schon in der Kindheit gehäuft auftritt. Kinderärztin Dr. Nadine Hess erklärt, wie Sie Ihr Kind optimal schützen – hier klicken.

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