Walnuss - ein natürliches Mittel gegen Schweiß

Redaktion PraxisVITA

Bäder und Umschläge aus Walnussblättern können Hautentzündungen sowie übermäßiger Schweißabsonderung lindern. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Es gibt aber noch weitere Anwendungsbereiche für die Walnuss.

Walnuss
Nicht die Früchte, sondern die Blätter des Walnussbaums haben Heilkraft. Ihre starken Gerbstoffe regen die Organe an, Giftstoffe auszuscheiden. Das lindert Hautkrankheiten wie Ekzeme oder Akne und reguliert übermäßige Schweißproduktion. Tee: 1 EL getrocknete Blätter (Apotheke) mit 150 ml Wasser überbrühen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Täglich 3 Tassen, nicht länger als 6 Wochen. Umschlag gegen Ekzeme: Leichte Hautentzündungen lindert man mit einem Walnuss-Umschlag. Dazu 2 – 3 TL frische Blätter mit 100 ml kaltem Wasser übergießen, aufkochen, 15 Minuten köcheln lassen, anschließend abseihen und auf Körpertemperatur abkühlen lassen. Ein Küchentuch mit dem Sud tränken, ausdrücken und 15 – 20 Minuten auflegen.© Fotolia
 

Walnuss: Anwendung und Heilwirkung

Definition Walnuss

Bezeichnung: Juglans regia Familie: Walnussgewächse (Juglandaceae) Gattung: Walnüsse (Juglans)

Die Blätter der Walnuss sind die einzigen pharmazeutisch bedeutenden Bestandteile der Pflanze und werden äußerlich bei leichten Hautentzündungen sowie übermäßiger Schweißabsonderung eingesetzt. Die Anwendung erfolgt in Form von Umschlägen und Teilbädern. Nach der Kommission E (BGA/BfArM) haben sie eine adstringierende Wirkung.

Die Fruchtschale der Walnuss wird in Zubereitungen bei Magen-Darm-Entzündungen, Hautleiden, Geschwüren, Augenentzündungen und in Kombination mit anderen Pflanzen bei Diabetes, Gastritis, zur »Blutreinigung« sowie bei Blutvergiftung und –armut angewandt. Eine Wirksamkeit ist in keinem dieser Bereiche belegt.

 

In der Walnuss enthaltene Wirkstoffe

Gerbstoffe, Flavonoide, Phenolcarbonsäure, ätherisches Öl

 

Botanik

Walnuesse steigern die Denkleistung
Reich an wertvollen Fettsäuren und B-Vitaminen härten Walnüsse ab gegen Stress und stärken die Konzentration© shutterstock

Der Walnussbaum wird bis zu 25 Meter hoch. Er hat lang gestielte, große, unpaarig gefiederte Blätter mit sechs bis 15 Blättchen. Seine Rinde ist glatt und grau. In späteren Jahren bildet sich eine dunkle Borke. Die männlichen Blüten der Walnuss hängen in kleinen Kätzchen, die weiblichen stehen an den Zweigenden zu zweit oder dritt. Eine glatte, grüne, später braune fleischige Hülle umgibt sie.

 

Verbreitung

Die Heimat der Walnuss liegt in Zentralasien und auf dem Balkan. Angebaut wird sie heute in Europa, Nordafrika, Ostasien und Nordamerika. Der Walnussbaum benötigt viel Licht und wächst daher bevorzugt auf freistehend auf lichten Flächen.

 

Andere Namen für die Walnuss

Welschnuss, Echte Walnuss, Walnussbaum, Baumnuss, Persische Walnus

Wissenswertes über die Walnuss

Der Gattungsname Juglans ist eine Zusammensetzung der beiden lateinischen Begriffe Jovis (der Genetiv von Jupiter, dem höchsten römischen Gott) und glans (Eichel). Er bedeutet zu Deutsch also Jupitereichel. Der Artname regia ist ebenfalls lateinisch und bedeutet königlich. Den Römern und Griechen galt die Walnuss als Speise der Götter, daher auch ihr wissenschaftlicher Name.

Der deutsche Name Walnuss kommt von Welschnuss – was sich vom früheren Namen der Gallier „Welschen“ ableitete.

Walnüssen enthalten besonders viel ungesättigte Fettsäuren sowie viele Vitamine und werden daher besonders gerne pur verzehrt und in vielen Gerichten verarbeitet.

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