Walnüsse: Forscher entschlüsseln die Prostatakrebs-Bremse

Walnüsse stoppen das Tumorwachstum bei Prostatakrebs – Forscher haben nun die Gründe dafür herausgefunden
Walnüsse stoppen das Tumorwachstum bei Prostatakrebs – Forscher haben nun die Gründe dafür herausgefunden

In einer aufsehenerregenden Studie hatten Mediziner bereits im Jahre 2012 nachgewiesen, dass der Verzehr von ein paar Walnüssen am Tag das Wachstum von Prostata-Tumoren deutlich bremsen kann. Die Gründe dafür blieben aber weitestgehend im Dunkeln. Nun hat das gleiche Forscherteam auch „diese Nuss knacken“ können. Lesen Sie mehr bei Praxisvita.

Die vorausgegangenen Untersuchungen hatten gezeigt, dass sich das Wachstum von Prostatakrebs durch Walnüsse um bis zu 50 Prozent verlangsamen lässt. In der nun an der University of California veröffentlichten Studie zeigen die beteiligten Forscher, welcher genaue Mechanismus dahinter steckt.

Demnach fördern Walnüsse verschiedene Faktoren im Körper, die zur Ausbremsung von Tumoren günstig sind. Einer davon ist die Fähigkeit des Körpers Cholesterin abzubauen – und je weniger sich davon im Blut befindet, desto langsamer wächst ein Tumor.

 

Walnüsse hemmen das Tumorwachstum

Darüber hinaus hemmen Bestandteile in Walnüssen bestimmte Wachstumsfaktoren für Tumoren (z.B. IGF-1) und erhöhen die Konzentration von sogenannten Adiponektinen und Tumorhemmern (z.B. PSP94), die die Ausbildung von neuen Tumorzellen stören.

Tatsächlich sind es jedoch nicht – wie bisher angenommen – die Omega-3-Fettsäuren, die den Wachstum der Prostatatumoren verlangsamen – jedenfalls nicht nur. Viel mehr, so fanden die Forscher nun heraus, sind es alle Komponenten der Nuss. Besonders interessant dabei: Forscher fanden heraus, dass der hohe Fettgehalt von Walnüssen wichtig sind für ihren krebshemmenden Effekt.

Verantwortlich für diesen krebsstoppenden Walnuss-Fett-Effekt seien nach Ansicht der Forscher in den Nüssen enthaltenen Stoffe – wie z.B. Zink, Magnesium und Selen.

Damit die Walnüsse zu einer Prostatakrebs-Bremse werden können, die das Tumorenwachstum um die Hälfte verlangsamen, reicht bereits der tägliche Verzehr von rund 75 Gramm, was in etwa eine Handvoll Nüsse ist.

Hamburg, 18. November 2014

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