Waldkiefer-Öl lindert Schleimhautentzündungen

Die Wirkung der Waldkiefer ist bei Schleimhautentzündungen der oberen und unteren Atemwege erwiesen. Das gilt auch für neuralgische und rheumatische Beschwerden.

Waldkiefer-Öl wird aus frischen Nadeln und Trieben gewonnen
Waldkiefer-Öl wird aus frischen Nadeln und Trieben gewonnen© Fotolia
 

Waldkiefer: Anwendung und Heilwirkung

Definition Waldkiefer

Bezeichnung: Pinus sylvestris            Familie: Kieferngewächse                 Gattung: Kiefern (Pinus)

Medizinische Verwendung findet das Öl aus frischen Nadeln und Zweigspitzen der Waldkiefer. Die Kommission E (BfArM/BGA) konnte eine Wirksamkeit bestätigen. Anwendungsgebiete sind Schleimhautentzündungen der oberen und unteren Atemwege sowie neuralgische und rheumatische Beschwerden.

Kiefernnadelöl wirkt schwach desinfizierend, durchblutungsfördernd und fördert die Bildung dünnflüssigen Schleims. Bei Asthma bronchiale und Keuchhusten sollte Kiefernnadelöl dagegen nicht eingesetzt werden. Es könnte Bronchialkrämpfe verstärken. Bei der Anwendung auf der Haut können Reizungen auftreten.

 

In der Waldkiefer enthaltene Wirkstoffestoffe

Monoterpenkohlenwasserstoffe wie alpha- und beta-Pinen, Limonen, Myrcen und Terpinolen; Bornylacetat; Sesquiterpene

 

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Waldkiefer erstreckt sich über ganz Europa und darüber hinaus vom äußersten Nordwesten Spaniens im Westen bis nach Sibirien im Osten, von Lappland im Norden bis in die Türkei im Süden.

 

Botanik

Waldkiefern werden in der Forstwirtschaft nach 80 bis 140 Jahren Wachstum gefällt
Waldkiefern werden in der Forstwirtschaft nach 80 bis 140 Jahren Wachstum gefällt© Fotolia

Die Waldkiefer ist ein immergrüner Nadelbaum, die bis zu 48 Meter hoch und etwa 600 Jahre alt wird. Ihr Stammdurchmesser kann bis zu 1 Meter erreichen. Die Nadeln der Waldkiefer sind gedreht und paarweise in einem Kurztrieb angeordnet. Sie werden 4 bis 7 Zentimeter lang und haben eine blaugrüne Farbe. Die Waldkiefer blüht im April und Mai. Die männlichen Blüten wachsen am Grund der jüngsten Langtriebe. Wenn sie aufblühen, werden sie ca. 2 Zentimeter lang, haben die Form einer Walze und die Farbe reicht von Rotbraun bis Braun.

Der Blütenstaub ist gelb. Die weiblichen Blüten stehen zu bis zu dreien am Ende der Kurztriebe. Sie sind rötlich und werden mit 5 bis 8 Zentimetern etwas länger als die männlichen. Der Pollen wird durch den Wind verbreitet.

 

Andere Namen der Waldkiefer

Rotföhre, Föhre, Weißkiefer, Forche, Gemeine Kiefer

Wissenswertes über die Waldkiefer

Die medizinische Verwendung der Kiefer hat eine lange Tradition. Bereits Hippokrates erwähnt das Harz der Kiefer als Heilmittel, laut Hildegard von Bingen sollte der Kiefernsaft bei Augenleiden helfen.

Die Waldkiefer ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Sie ist relativ schnell wachsend. Ihr Holz ist fester Bestandteil im Möbelbau und der Bauwirtschaft als Konstruktionsholz, Profilholz oder massive Dielen z.B. für Böden. 

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