Vorzeitige Wechseljahre: So hoch ist das Risiko durch Rauchen!

Redaktion PraxisVITA

Bei Frauen, die stark oder viele Jahre lang rauchen, kommt es zu vorzeitigen Wechseljahren. So lautet das Ergebnis einer US-amerikanischen Studie. Der Unterschied zwischen Raucherinnen und Nicht-Raucherinnen ist vor allem ab einer bestimmten Zigarettenanzahl drastisch!

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Inhalt
  1. Studie: Frühe Wechseljahre bei Raucherinnen
  2. Verfrühte Wechseljahre auch durch Passivrauchen
  3. Nicht nur vorzeitige Wechseljahre: Rauchen führt zu unerfüllten Kinderwunsch

Die meisten Frauen kommen um das 50. Lebensjahr herum in die Wechseljahre. Der Lebensstil kann das Einsetzen der Menopause jedoch nach vorne verschieben. Eine US-amerikanische Studie hat herausgefunden, dass Raucherinnen deutlich früher ihre Fruchtbarkeit verlieren. Doch nicht nur aktives Rauchen stellt ein Risiko für vorzeitige Wechseljahre dar.

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Studie: Frühe Wechseljahre bei Raucherinnen

Die US-Wissenschaftler werteten Daten von rund 80.000 Frauen aus, die im Rahmen der großangelegten „Women’s Health Initiative Observational Study“ erfasst wurden. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Tobacco Control“ veröffentlicht. Alle Frauen hatten zu Beginn der Studie bereits ihre Menopause erlebt. Sie füllten Fragebögen zu ihren Rauchgewohnheiten und dem Einsetzen ihrer Menopause aus. Die Analyse zeigte: Nichtraucherinnen hatten ihre Menopause im Schnitt mit 49,4 Jahren.

Raucherinnen erlebten eine vorzeitige Menopause –  je mehr Zigaretten sie pro Tag rauchten, desto stärker der Zusammenhang. Frauen, die 25 oder mehr Zigaretten pro Tag rauchten, hatten im Schnitt 18 Monate früher ihre letzte Periode als Nichtraucherinnen. Bei Frauen, die mindestens seit ihrem 15. Lebensjahr rauchten, setzte die Menopause sogar 22 Monate früher ein. Zu rund 26 Prozent häufiger begann die Menopause der Raucherinnen vor dem 50. Lebensjahr.

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Verfrühte Wechseljahre auch durch Passivrauchen

Auch bei Passivraucherinnen zeigte sich ein Zusammenhang: Die Frauen, die in ihrer Kindheit mindestens zehn Jahre Passivrauch ausgesetzt waren oder mindestens 20 Jahre mit einem starken Raucher liiert waren, hatten durchschnittlich 13 Monate früher ihre Menopause als Frauen, die keinerlei Rauch ausgesetzt waren.

 

Nicht nur vorzeitige Wechseljahre: Rauchen führt zu unerfüllten Kinderwunsch

Diese Ergebnisse blieben auch bestehen, wenn andere Faktoren wie Bildungsstand und die Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln berücksichtigt wurden. Als Erklärung für den Zusammenhang vermuten Wissenschaftler, dass Giftstoffe im Tabak in den Hormonhaushalt eingreifen und die Produktion des Geschlechtshormons Östrogen stören.

Die rund 4.000 enthaltenen Inhaltsstoffe wirken sich zudem auf die Entwicklung der Eizellen und der Follikel aus. Außerdem ist die Durchblutung wie im gesamten Körper auch in der Gebärmutter gestört. Das kann die Fruchtbarkeit zu einem früheren Zeitpunkt einschränken – bereits vor Einsetzen der Menopause.

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Je mehr Zigaretten geraucht werden, desto stärker ist der Einfluss auf die Fertilität. So ergaben die für die Studie erhobenen Daten, dass fast jede sechste Raucherin Schwierigkeiten hatte, schwanger zu werden. Somit erhöht Rauchen nicht nur das Risiko für vorzeitige Wechseljahre, sondern auch für einen unerfüllten Kinderwunsch.

Quelle:

Raucherinnen sind häufiger unfruchtbar – Wechseljahre früher, in: Ärzteblatt

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