Volumetrics-Diät: Abnehmen durch Essen mit viel Volumen und wenig Kalorien

Redaktion PraxisVITA

Abnehmen ohne Hungern – bei der Volumetrics-Diät wird der Magen nicht knurren. Doch wie funktioniert es?

Obst und Gemüse auf einem Tisch
Mit der Volumetrics-Diät zum Erfolg Foto:  istock/elenaleonova
Inhalt
  1. Was ist Volumetrics?
  2. Woher stammt das Ernährungsprinzip?
  3. Wie funktioniert die Volumetrics-Diät?
  4. Expertenmeinung zu Volumetrics
  5. Für wen eignet sich Volumetrics?
  6. Volumetrics: Diese Lebensmittel werden empfohlen

Bei der Volumetrics-Diät muss niemand hungern – im Gegenteil: Man isst einfach Lebensmittel, die viel Flüssigkeit und daher viel Volumen enthalten und somit ausreichend sättigen. So funktioniert das Ernährungskonzept und diese Nahrungsmittel gehören in die Diät.

 

Was ist Volumetrics?

Lebensmittel, die viel Wasser enthalten, füllen den Magen und machen satt – und das bei weitaus weniger Kalorien als andere Nahrungsmittel. Wer sich eine Zeit lang an diese Ernährungsgewohnheiten – also an die Volumetrics-Diät – hält, nimmt zwangsläufig ab. Das Konzept ist nicht neu, doch unter dem Begriff Volumetrics zusammengefasst, gibt es einen guten Überblick über die Methode, Gewicht zu verlieren.

 

Woher stammt das Ernährungsprinzip?

Erdacht wurde die Methode von US-Ernährungsforscherin Barbara Rolls. Sie untersuchte anhand von Laborversuchen jene Menge an Essen, die für die Sättigung eines Menschen entscheidend ist. Laut eigenen Angaben fand sie heraus, dass volumenreiche – also extrem wasserhaltige Speisen wie Suppen – sättigender wirken als dieselben Nahrungsmittel ohne entsprechenden Wasseranteil, wie etwa ein Auflauf. Der Begriff “Volumetrics” selbst kommt von “Volumetrie” – dem Messen von Rauminhalten.

 

Wie funktioniert die Volumetrics-Diät?

Nach dem Volumetrics-Prinzip soll man so viel essen, bis man satt ist – jedoch nur Nahrungsmittel mit einer geringen Kaloriendichte. So muss man nicht Hunger leiden und nimmt trotzdem ab.

Lebensmittel mit einem hohen Wassergehalt haben meist automatisch einen geringeren Brennwert beziehungsweise eine niedrigere Energiedichte (Angaben auf Verpackungen laut Lebensmittel-Informationsverordnung in kJ/100 g und kcal/100 g). Das geht auch häufig mit einem geringeren Fettanteil einher. Diese Produkte können also in größeren Mengen gegessen werden, führen bald zu einem Sättigungsgefühl und in Form der angepassten Ernährung dann auch zu einem Gewichtsverlust.

Grundsätzlich erfolgt eine Gewichtsabnahme dann, wenn der Körper weniger Energie bekommt, als er verbrauchen kann – ganz unabhängig vom Volumen der Nahrung. Ist jedoch nicht genügend Volumen im Magen vorhanden, tritt auch kein Sättigungsgefühl ein. Der Organismus ist also von der Nahrungsaufnahme unbefriedigt und verspürt weiter Hunger. Die Volumetrics-Methode wirkt diesem Gefühl entgegen.

Volumetrics ist also eine Methode, bei der man ohne Hunger und Heißhunger-Attacken schnell an Gewicht verlieren kann. Das Konzept wird in Deutschland tatsächlich als Präventionsmaßnahme und zur Behandlung von Diabetes und Übergewicht eingesetzt.

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Expertenmeinung zu Volumetrics

“Volumetrics ist für eine kurzfristig angestrebte Gewichtsreduktion eine sehr gute Möglichkeit, unerwünschte Kilos mit relativ wenig Zeitaufwand loszuwerden”, so Marlen Krausmann, Heilpraktikerin und Leistungscoach mit Spezialisierung auf Stoffwechselgesundheit. Sie empfiehlt: “Eine ein- bis zweiwöchige Fastenkur mit Gemüse eignet sich beispielsweise sehr gut, um den Eiweiß- und Fettstoffwechsel zu optimieren und die Organe zu unterstützen, die für die Entgiftung verantwortlich sind.”

 

Für wen eignet sich Volumetrics?

Grundsätzlich kann jeder Erwachsene das Volumetrics-Konzept anwenden. Wer aber plant, die Ernährungsmethode für längere Zeit durchzuziehen, sollte unbedingt vorher einen Arzt oder Heilpraktiker konsultieren.

Marlen Krausmann weiß aus der Praxis: “Besonders profitieren können davon Menschen mit starkem Übergewicht, die sich einen motivierenden Start in die Diät wünschen. Auch langfristig sollten Sie den Ballaststoffanteil in der Nahrung relativ hochhalten. 15 Gramm Ballaststoffe pro Tag unterstützen die Verdauung, geben den nützlichen Darmbakterien ‘Futter’ und haben somit positive Auswirkungen auf die Darmgesundheit. Volumetrics als langfristiges und ausschließliches Ernährungskonzept empfehle ich jedoch nicht. Denn dadurch kann man – wie bei fast jedem anderen Ernährungstrend auch, bei dem einige Nährstoffquellen gänzlich ausgeschlossen sind – schnell in einen Nährstoffmangel rutschen.”

 

Volumetrics: Diese Lebensmittel werden empfohlen

Um mit Volumetrics Gewicht zu verlieren, sollten wasserreiche Lebensmittel mit geringer Kaloriendichte verzehrt werden. Dazu zählen vor allem Gemüsesorten wie Tomaten, Gurken, Kohlrabi und alle Blattsalate – aber auch Obst wie Äpfel, Melonen, Kirschen und Erdbeeren. Auch Bananen sind wegen ihres hohen Ballaststoffgehalts Teil der Ernährungsmethode. Außerdem sind Magermilch und mageres Fleisch wie Hühnchen und Pute erlaubt. Auch Vollkornprodukte werden empfohlen, weil sie besonders ballaststoffreich sind.

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Alles Fettige, Süße und Salzige sollte während der Volumetrics-Diät vom Speiseplan gestrichen werden. Zudem sollte man sich natürlich ausreichend bewegen und bestenfalls mehrmals in der Woche Sport treiben.

Quellen:

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