Vogelpest-Ausbruch in Deutschland

Putenmasthaltung
Die hochansteckende Geflügelpest ist erstmal Europa in einer Putenmasthaltung im Landkreis Vorpommern-Greifswald ausgebrochen © shutterstock

Behördenangaben zufolge wurde in Norddeutschland ein Mastbetrieb für Puten geschlossen und eine weitläufige medizinische Quarantäne- und Beobachtungszone eingerichtet. Der Grund: Erstmals wurde im Altkreis Uecker-Randow (Mecklenburg-Vorpommern) der Erreger der hochansteckenden Vogelpest in Europa nachgewiesen.

Wie das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Mecklenburg-Vorpommern in einer Pressemitteilung erklärte, handele es sich bei dem nun festgestellten Erreger um das „hochpathogene aviäre Influenzavirus vom Subtyp H5N8“. Betroffen von der hochansteckenden Geflügelpest ist demnach eine Putenmasthaltung im Landkreis Vorpommern-Greifswald (Region Altkreis Uecker-Randow).

 

Erstmals in Europa

Der bisher nur aus dem asiatischen Raum – vor allem Südkorea – bekannte Virustyp wurde damit erstmalig im Hausgeflügelbestand in Europa nachgewiesen. In der Wildvogelpopulation wurde dieser Subtyp bisher nicht festgestellt.

Die Untersuchung des betroffenen Bestandes wurde von den zuständigen Behörden veranlasst, weil in dem betroffenen Betrieb ein schweres Erkrankungsgeschehen verbunden mit hohen Tierverlusten auftrat.

Nach Bestätigung des Befundes durch das Nationale Referenzzentrum für aviäre Influenza beim Friedrich-Loeffler-Institut, wurden durch das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises unverzüglich mit der Einleitung der notwendigen Maßnahmen begonnen. Dazu gehören u.a. die Sperrung des Betriebes, die Vorbereitung zur Tötung und unschädliche Beseitigung der Tiere und die danach erfolgende Reinigung und Desinfektion der Stallungen.

 

Quarantäne- und Beobachtungszonen eingerichtet

Gleichzeitig werden um den Ausbruchsbestand ein Sperrbezirk von mindestens 3 km und ein Beobachtungsgebiet von mindestens 10 km eingerichtet. Die in diesen Restriktionszonen erforderlichen Maßnahmen werden durch das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises öffentlich bekannt gemacht.

Eine dieser Maßnahmen ist die Aufstallung des Geflügels in den Restriktionszonen. Zusätzlich ist auch in festgelegten Risikogebieten im Land, die im Zusammenhang mit dem Vogelzug und der Überwinterung von Wildvögeln stehen, so zum Beispiel die Ostseeküste sowie die Binnenseen, sowie im Umkreis von 50 km um den betroffenen Bestand eine Aufstallung erforderlich.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist eine Übertragung auf den Menschen bisher nicht festgestellt worden.

Hamburg, 6. November 2014

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