Völlegefühl, was tun?

So lecker sie auch sind – für unseren Körper bedeutet die Verdauung fetter Speisen wie Pommes, Bratwurst oder Sahnetorte Schwerstarbeit. Viele Betroffenene stellen sich dann die Frage: Völlegefühl, was tun? Hier beantworten eine Ärztin für innere Medizin und ein Ernährungswisschaftler die häufigsten Fragen und geben wertvolle Tipps!

 

Experteninterview: Völlegefühl - was tun?

Aerztin Dr. Frauke Hoellering Arnsberg Interview Voellegefuehl
Ärztin Dr. med. Frauke Höllering, Innere Medizin und Allgemeinmedizin, Arnsberg© privat

Schnell kommt es neben einem Völlegefühl zu Störungen wie Magendrücken, Blähungen oder Sodbrennen. Im schlimmsten Fall kann es auch die Bildung von Gallensteinen begünstigen. Viele Menschen fühlen sich dann hilflos und fragen sich: Völlegefühl, was tun? Unsere Experten Dr. med. Frauke Höllering und Dr. Jörg Hüve wissen Rat:

Mein Arzt spricht von „dyspeptischen“ Beschwerden – was ist das genau und wie kommt es dazu?

Dr. Joerg Hueve Interview Voellegefuehl
Dr. Jörg Hüve, Ernährungswissenschaftler© privat

Antwort: Der Begriff bezeichnet Beschwerden durch eine Fehlverdauung wie z. B. ein Völlegefühl, Blähungen, häufiges Aufstoßen, Luft im Darm, Übelkeit und auch Erbrechen. Verursacht wird dies meist durch einen Mangel an Gallensaft. Die Nahrungsfette werden nämlich ohne eine ausreichende Gallenproduktion nicht richtig verdaut.

Können pflanzliche Mittel hier helfen?

Ja. Besonders die Königsartischocke fördert gezielt die Galleproduktion sowie den Gallenfluss. Besonders bei akuten, schmerzenden Verdauungsproblemen klingen die Beschwerden schnell und zuverlässig ab.

Was kann ich gegen meinen Blähbauch unternehmen?

Um vorzubeugen, sollten Sie nicht zu viel auf einmal essen. Besser sind regelmäßig kleinere Portionen. Wichtig ist vor allem, gut zu kauen und in Ruhe zu essen, damit das Schlucken von Luft vermieden wird. Auch kohlensäurehaltige Getränke sollten Sie meiden.

Sollte ich nicht lieber vollständig auf Fett verzichten?

Das ist nicht empfehlenswert, da viele Vitamine zur Verwertung im Körper Fett benötigen. Sie können aber Speisen wie fette Wurst, Sahnetorten und üppige Soßen reduzieren. Bevorzugen Sie pflanzliche Fettquellen, wie Oliven- oder Rapsöl. Essen Sie zudem zwei Mal pro Woche Fisch, vorzugsweise Kaltwasserfische. Sie liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die Ihre Gesundheit optimal unterstützen.

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