Vitamine in der Schwangerschaft

Michelle Kröger

Damit es Ihrem Kind an nichts fehlt, sollten Sie sich ausgewogen und vitaminreich in der Schwangerschaft ernähren. Doch wie viel darf ich eigentlich täglich von einem Vitamin zu mir nehmen? Wir erklären es Ihnen.

Schwangere Frau, die sich gesund ernährt
Foto:  nd3000/iStock
Inhalt
  1. Vitamine in der Schwangerschaft
  2. Vitamin A    -    Entwicklung von Augen und Haut
  3. Vitamin B6 (Pyridoxin) 
  4. Vitamin B7 (Biotin)  
  5. Vitamin B12 (Cobalamin)
  6. Vitamin C 
  7. Vitamin D
  8. Vitamin E (Tocopherol)
  9. Folsäure (Folat)  
  10. Folsäure in der Schwangerschaft 
  11. Überdosierung von Vitamin A
  12. Ausreichend Sonnenlicht tanken
  13. Genügend Vitamine in der Schwangerschaft
  14. Viel hilft viel? Überdosierungen lieber vermeiden

Durch eine ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft bleiben Mutter und Kind gesund. Das allgemeine Wohlbefinden wird gefördert und das Baby mit essenziellen Vitaminen versorgt. Neben Mineralstoffen oder Spurenelementen erhöht sich nämlich auch der Bedarf an Vitaminen bei einer Schwangeren. Sie sorgen für eine gesunde Entwicklung des Embryos. Hier erfahren Sie, welche Vitamine in der Schwangerschaft besonders wichtig sind.

 

Vitamine in der Schwangerschaft

Damit es Ihrem Kind an nichts fehlt, sollten Sie sich ausgewogen und vitaminreich ernähren. Doch wie viel darf ich eigentlich täglich von einem Vitamin zu mir nehmen? Wir erklären es Ihnen. 

 

Vitamin A    -    Entwicklung von Augen und Haut

Nutzen fürs Baby   

  • Bildung von Zellen
  • Knochenwachstum
  • Aufbau des Immunsystems
  • Bildung von Blutkörpern
  • Fettstoffwechsel    

Tägliche Menge

  • 1,1 mg, 1,5 mg für Stillende

Quellen

  • Karottensaft
  • Spinat
  • Honigmelone
  • Kürbis
  • Tomaten
  • Rote Paprika
 


Vitamin B6 (Pyridoxin) 

Nutzen fürs Baby  

  • Bildung roter Blutkörperchen
  • Entwicklung des Gehirns
  • Entwicklung des Nervensystems
  • Unterstützung des Stoffwechsels    

Tägliche Menge

  • 1,9 mg

Quellen

  • Bananen
  • Kartoffeln (mit Schale)
  • Erbsen
  • Geflügel
  • Wildreis
  • Hülsenfrüchte
  • Avocados
  • Nüsse

Sommergrippe
Krankheiten & Symptome Wie läuft bei einer Eileiterschwangerschaft die Diagnose ab?

 


Vitamin B7 (Biotin)  

Nutzen fürs Baby

  • Wachstum von Haaren und Nägeln
  • Aufbau von Fettsäuren und Kohlenhydraten

Tägliche Menge

  • 30 - 60 µg  

Quellen

  • Nüsse
  • Haferflocken
  • Blumenkohl 
  • Eier
  • Sojabohnen
 


Vitamin B12 (Cobalamin)

Nutzen fürs Baby

  • Bildung der DNS
  • Entwicklung der Nervenzellen
  • Zellteilung 
  • Bildung roter Blutkörperchen
  • Knochenmarksbildung    

Tägliche Menge

3,5 µg, 4 µg für Stillende

Quellen

  • Frischkäse
  • Hartkäse (Vollfett)
  • Rindfleisch
 


Vitamin C 

Nutzen fürs Baby

  • Fördert das Wachstum
  • stärkt Knochen und Zähne
  • Stärkt das Bindegewebe 
  • Regt die Kollagenproduktion an
  • Entwicklung des Gehirns    

Tägliche Menge

  • 105 mg, 125 mg für stillende Mütter  

Quellen

  • Zitrusfrüchte
  • Rote Paprika
  • Petersilie
  • Brokkoli
  • Grünkohl
  • Schwarze Johannisbeeren
  • (Acerola-)Kirschen
 


Vitamin D

Nutzen fürs Baby

  • Entwicklung der Zähne
  • Wachstum der Knochen 
  • Entwicklung des Immunsystems
  • Entwicklung des Gehirns    

Tägliche Menge

  • 20 µg 

Quellen

  • Milch
  • Pilze (z.B. Champignons, Pfifferlinge)
  • Eier
  • Joghurt
 


Vitamin E (Tocopherol)

Nutzen fürs Baby

  • Immunsystem
  • Zellschützende Funktion  

Tägliche Menge 

  • 3 mg (Schwangere), 17 mg (Stillende)  

Quellen

  • Himbeeren
  • Eier
  • Tomaten
  • Haferflocken
  • Gouda
  • Olivenöl
  • Haselnüsse
  • Mandeln

Fremd-Stress
Medizin aktuell Das Oldenburger Baby - Der Junge, der nicht sterben wollte


Vitamin K (Phyllochinon)

Nutzen fürs Baby

  • Blutbildung
  • Bildung von Gerinnungsfaktoren
  • Knochenbildung  

Tägliche Menge

  • 60 µg

Quellen

  • Hähnchenfleisch
  • Rosenkohl
  • Spinat
  • Schnittlauch
  • Petersilie
  • Speisequark
 


Folsäure (Folat)  

Nutzen fürs Baby

  • Entstehung des embryonalen Neuralrohrs
  • verhindert einen offenen Rücken (auch Spina bifida genannt)     

Tägliche Menge

  • 550 µg (Schwangere), 450 µg (Stillende)

Quellen

  • Spinat
  • Mandeln
  • Spargel
  • Kohlsorten
  • Vollkornprodukte

Im PraxisVITA Schwangerschaftsnewsletter werden Sie jede Woche Ihrer Schwangerschaft über die Entwicklung Ihres Babys informiert und erhalten viele weitere Infos rund um Ihre Schwangerschaft
Schwangerschaft Schwangerschaftsnewsletter – jetzt anmelden!

 

Folsäure in der Schwangerschaft 

Besonders hervorzuheben ist die Wichtigkeit von Folsäure in der Schwangerschaft. Das Vitamin Folat ist maßgeblich an der Entstehung des embryonalen Neuralrohrs beteiligt. Besteht ein Folsäuremangel, können Entwicklungsstörungen wie beispielsweise ein Neuralrohrdefekt entstehen, der einen offenen Rücken (Spina bifida) zur Folge haben kann. Frauen mit Kinderwunsch sollten daher auch schon vor einer Schwangerschaft ihren Bedarf an Folsäure durch ein entsprechendes Präparat decken.

 

Überdosierung von Vitamin A

Vitamin A ist in der Schwangerschaft zwar sehr wichtig, doch die Aufnahme des Stoffes muss auch gut beobachtet werden. Denn wird zu viel Vitamin A aufgenommen, kann sich das schädigend auf das Kind auswirken. Gut zu wissen: Meistens ist der Vitamin A-Bedarf von Schwangeren schon ausreichend gefüllt. Eine zusätzliche Aufnahme (durch Präparate) ist in der Regel nicht nötig. 

 

Ausreichend Sonnenlicht tanken

Der wichtigste Lieferant von Vitamin D? Die Sonne. Vitamin D sorgt in der Schwangerschaft besonders für die Entwicklung des Immunsystems und, ja, auch des Gehirns. Zu einem Mangel an Vitamin D kommt es häufiger in den kalten, dunklen Wintermonaten, wenn wir es nur vergleichsweise selten nach draußen schaffen. Dann ergibt die Einnahme eines Vitamin D-Präparats Sinn. Genauso sollten Menschen, die in sonnenarmen Regionen leben, zu einem Nahrungsergänzungsmittel greifen. 

Schwangere Frau kocht essen
Mami-Gesundheit Magnesium in der Schwangerschaft

 

Genügend Vitamine in der Schwangerschaft

Für Schwangere ist es schwer zu beurteilen, ob Sie unter einem speziellen Vitaminmangel leiden. Doch Ihr Frauenarzt kann den Gehalt an Spurenelementen, Vitaminen und Nährstoffen im Körper analysieren. Bei Bedarf bekommen Sie zusätzlich zu Ernährungsratschlägen auch besondere Präparate empfohlen. 

Meistens reichen jedoch eine ausgewogene Ernährung und viel frische Luft aus, um den Vitaminbedarf erfolgreich zu decken. Aber: Achten Sie nicht nur in der Schwangerschaft darauf, sondern auch in der Stillzeit. Denn auch nach der Geburt unterstützen Vitamine das Baby bei der Entwicklung. 

 

Viel hilft viel? Überdosierungen lieber vermeiden

Anders als Sie vielleicht denken, ist es nicht ratsam, zu viele Nahrungsergänzungsmittel auf einmal zu sich zu nehmen. Vor allem nicht in der Schwangerschaft. Sie können Ihrer Gesundheit schaden. Klären Sie die Einnahme jedes einzelnen Präparats mit dem Arzt ab. Eine Überdosierung durch entsprechende Lebensmittel? Nicht möglich. Nehmen Sie die Vitamine also lieber über eine gesunde Ernährung zu sich. 

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2019 praxisvita.de. All rights reserved.