Vitamin E: das Zellschutz-Vitamin

Redaktion PraxisVITA

Vitamin E schützt die Zellen im Körper und spielt eine wichtige Rolle für das Immunsystem. Durch eine ausgewogene Ernährung lässt sich der Tagesbedarf leicht decken. In der Schwangerschaft kommt eine ausreichende Versorgung mit Vitamin E Mutter und Kind zugute.

Foto: iStock
Vitamin E kann das Herzinfarktrisiko senken Foto:  iStock/erdikocak
Inhalt
  1. Wie hoch ist der Tagesbedarf an Vitamin E?
  2. Welche Lebensmittel enthalten viel Vitamin E?
  3. Ist eine Überdosierung mit Vitamin E möglich?
  4. Wie sollte die Versorgung mit Vitamin E in der Schwangerschaft aussehen?

Was ist Vitamin E und was macht es im Körper?

Vitamin E ist der Sammelbegriff für eine Reihe von Tocopherol-Verbindungen. Wichtigste Aufgabe von Vitamin E ist es, die Zellen im Körper zu schützen.

Es fängt aggressive Sauerstoffverbindungen, sogenannte freie Radikale, ein, die die Zellen angreifen. Diese freien Radikale entstehen in größeren Mengen zum Beispiel durch viel Stress, Zigarettenkonsum oder ausgiebiges Sonnenbaden.

Vitamin E spielt auch eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr und mildert Entzündungsreaktionen ab. Aufgrund seiner blutgerinnungshemmenden Wirkung kann Vitamin E verhindern, dass sich gefährliche Blutgerinnsel bilden - und so möglicherweise dazu beitragen, einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen.

Vitamine sind essentielle Nahrungsbestandteile
Nährstoffe Was sind Vitamine? Das große Vitamin-Lexikon

 

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Vitamin E?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt je nach Alter, Geschlecht und Lebenssituation unterschiedliche Mengen Vitamin E am Tag:

PersonengruppeTagesbedarf in Milligramm
Säuglinge (0 bis weniger als 4 Monate)3
Säuglinge (4 bis weniger als 12 Monate)4
Mädchen (1 Jahr bis weniger als 4 Jahre)5
Jungs (1 Jahr bis weniger als 4 Jahre)6
Mädchen und Jungs (4 Jahre bis weniger als 7 Jahre)8
Mädchen (7 Jahre bis weniger als 10 Jahre)9
Jungs (7 Jahre bis weniger als 10 Jahre)10
Mädchen (10 Jahre bis weniger als 13 Jahre)11
Jungs (10 Jahre bis weniger als 13 Jahre)13
Weibliche Jugendliche (13 Jahre bis weniger als 15 Jahre)12
Männliche Jugendliche (13 Jahre bis weniger als 15 Jahre)14
Weibliche Jugendliche (15 Jahre bis weniger als 19 Jahre)12
Männliche Jugendliche (15 Jahre bis weniger als 19 Jahre)15
Frauen (25 Jahre bis weniger als 51 Jahre)12
Männer (25 Jahre bis weniger als 51 Jahre)14
Frauen (51 bis weniger als 65 Jahre)12
Männer (51 bis weniger als 65 Jahre)13
Frauen ab 65 Jahren11
Männer ab 65 Jahren12
Schwangere13
Stillende13

Der Tagesbedarf an Vitamin E lässt sich in der Regel über eine ausgewogene Ernährung leicht decken. Vitamin E steckt zum Beispiel in Vollkornprodukten, Eiern, Nüssen und Blattgemüsen. Welche Lebensmittel sonst noch reich an Vitamin E sind, zeigt unsere Galerie.

 

Welche Lebensmittel enthalten viel Vitamin E?

Vegan essen
Ernährungsformen So beugen Sie einem Vitamin-Mangel vor

Vitamin E gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Es braucht Fett oder Öl aus der Nahrung, um vom Körper optimal aufgenommen zu werden.

 

Ist eine Überdosierung mit Vitamin E möglich?

Es ist unwahrscheinlich, dass es im Rahmen einer normalen Ernährung zu einem Vitamin-E-Überschuss kommt. Wer jedoch langfristig hohe Mengen Vitamin E zum Beispiel über Vitamin-E-Präparate einnimmt, muss mit einer Überdosierung rechnen, die zu Symptomen wie Magen-Darm-Beschwerden, Muskelschwäche oder Müdigkeit führt.

 

Wie sollte die Versorgung mit Vitamin E in der Schwangerschaft aussehen?

In der Schwangerschaft ist der Bedarf an Vitamin E leicht erhöht. Ein Vitamin-E-Mangel in der Schwangerschaft kann zu Komplikationen wie einer Schwangerschaftsvergiftung oder einer geringen Geburtsgröße des Babys führen. Außerdem kann das Asthmarisiko des Kindes erhöht sein. Schwangere sollten jedoch auch eine Überdosierung von Vitamin E vermeiden. Denn sie kann Bauchschmerzen, einen vorzeitigen Blasensprung sowie verstärkte Blutungen auslösen.

Quellen:

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2020 praxisvita.de. All rights reserved.