Vitamin D: Starke Knochen durch Sonnenlicht und Fisch

Redaktion PraxisVITA

Vitamin D ist für gesunde Knochen und das Immunsystem enorm wichtig. Dabei ist es das einzige Vitamin, das vom Körper selbst gebildet werden kann. Doch wie viel Vitamin D braucht der Körper eigentlich und in welchen Lebensmitteln ist es enthalten?

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Wer viel Zeit draußen verbringt, bleibt gut mit Vitamin D versorgt Foto:  iStock/HeinLook-Tomson
Inhalt
  1. Was ist Vitamin D?
  2. Wie hoch ist der Tagesbedarf an Vitamin D?
  3. Hilft Vitamin D bei Schwangerschaft und Krankheit?
  4. Wie sollte Vitamin D dosiert werden?
 

Was ist Vitamin D?

Das fettlösliche Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der Körper selbst herstellen kann. In einigen Lebensmitteln ist Vitamin D ebenfalls enthalten, die körpereigene Produktion liefert aber weitaus höhere Mengen.

Vitamin D sorgt für die Gesundheit und Stabilität der Knochen, indem es hilft, Kalzium und Phosphat aus der Nahrung aufzunehmen und in die Knochen einzubauen. Außerdem ist es wichtig für das Immunsystem und beteiligt an der Produktion von Eiweißen, die im Erbgut viele Prozesse steuern.

 

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Vitamin D?

80 bis 90 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin D stellt der Körper im Normalfall unter Einfluss von Sonnenlicht selbst her. Dafür reicht bereits ein täglicher Aufenthalt von 15 Minuten im Freien aus. Nur ein geringer Teil der Vitamin-D-Zufuhr entfällt auf die Ernährung. Pro Tag sollte je nach Personengruppe eine bestimmte zusätzliche Vitamin D-Zufuhr erfolgen.

PersonengruppeVitamin D-Zufuhr
Säuglinge (0-unter 12 Monate)10 mg
Kinder (1 bis unter 15 Jahre)20 mg
Jugendliche und Erwachsene (15 bis unter 65 Jahre)20 mg
Erwachsene (ab 65 Jahre)20 mg
Schwangere20 mg
Stillende20 mg

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Hilft Vitamin D bei Schwangerschaft und Krankheit?

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei der Knochenbildung sowie der Bildung des Nerven- und Immunsystems des Ungeborenen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hält eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D für Schwangere aber nicht für sinnvoll. Im Gegenteil: Eine zusätzliche Einnahme von Vitamin D erhöht möglicherweise das Risiko für Nahrungsmittelallergien beim Kind.

Krankheiten & Behandlung Vitamin-D-Mangel-Ursache: Das kann dahinter stecken

Bei Menschen mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln kann Vitamin D bei Erkältungen das Immunsystem anregen und so Krankheitserreger bekämpfen. Außerdem erhöhen niedrige Vitamin-D-Spiegel im Körper möglicherweise das Risiko für zum Beispiel Brustkrebs. Umgekehrt gibt es keine Belege dafür, dass eine tägliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten das Krebsrisiko verhindert.

 

Wie sollte Vitamin D dosiert werden?

Die Zufuhrempfehlung für Vitamin D liegt in allen Altersgruppen nach dem ersten Lebensjahr bei 20 Mikrogramm pro Tag. Wer sich jedoch so gut wie nie oder sehr selten im Freien aufhält, zählt zur Risikogruppe für eine Unterversorgung.

Über einen Bluttest kann der Arzt bestimmen, ob ein Vitamin-D-Mangel vorliegt. Ein Vitamin-D-Überschuss von mehr als 100 Mikrogramm täglich kann zu Nierenproblemen führen.

Um verformte Knochen (Rachitis) bei Kindern zu vermeiden, bekommen alle Babys ab der ersten Lebenswoche bis zum Ende des ersten Lebensjahres eine sogenannte Vitamin-D-Prophylaxe in Tropfen- oder Tablettenform verabreicht.

Quellen:

  • Senkt Vitamin D das Krebsrisiko?, in: dge.deLexicon
     
  • PD Dr. med. Thill, Marc/ Traub, Lena/ Diedrich, Klaus/ Friedrich, Michael (2019): Vitamin D und Brustkrebs: Was gibt es Neues? Der Gynäkologe 5/2019. Springer Verlag, Heidelberg.

  • Antworten des Robert-Koch-Instituts auf häufig gestellte Fragen zu Vitamin D, in: rki.de

  • Souci SW, Fachmann W, Kraut H. (2008): Die Zusammensetzung der Lebensmittel. 7.Aufl., Deutsche Forschungsanstalt fürLebensmittelchemie (Hg). MedPharm Scientific Publishers, Stuttgart

  • Weisse, Kristin et al. (2013): Maternal and newborn vitamin D status and its impact on food allergy development in the German LINA cohort study. Allergy 68 (2), 220 – 228.

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