Vitamin B6: Was ist es und was tut es im Körper?

Redaktion PraxisVITA

Im menschlichen Körper ist das Vitamin B6 an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Ein ernährungsbedingter Mangel tritt in Deutschland eher selten auf, weil viele Lebensmittel den Mikronährstoff enthalten, wenn auch in unterschiedlicher Menge. Allerdings führen manche Medikamente zu Defiziten.

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Ein gesunder Stoffwechsel braucht genügend Vitamin B6. Das bekommt er z.B. durch den Verzehr von Fisch Foto:  iStock/tenkende
Inhalt
  1. Welche Aufgaben hat Vitamin B6?
  2. Wie viel Vitamin B6 braucht der Körper?
  3. Wie gelingt die Versorgung mit Vitamin B6?
  4. Wie wichtig ist Vitamin B6 in der Schwangerschaft?
 

Welche Aufgaben hat Vitamin B6?

Unter dem Begriff „Vitamin B6“ verstehen Chemiker mehrere ähnliche Verbindungen, die im Körper zu dem Coenzym Pyridoxalphosphat werden. Diese aktive Form ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt, beispielsweise an der Umsetzung von Kohlenhydraten oder Aminosäuren.

Auch zur Bildung von Niacin, einem weiteren B-Vitamin, muss Vitamin B6 vorhanden sein. Es reguliert zusammen mit weiteren B-Vitaminen den Homocystein-Stoffwechsel.

Hohe Werte an Homocystein stehen mit Krankheiten in Verbindung. Sie können unter anderem zu einer Schädigung der Blutgefäße führen.

 

Wie viel Vitamin B6 braucht der Körper?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat Empfehlungen für die Zufuhr von Vitamin B6 zusammengestellt, je nach Alter und Lebenssituation. Beispielsweise verändert sich der Tagesbedarf im Verlauf einer Schwangerschaft.

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Anders als früher angenommen, spielt es bei diesen Werten für den Tagesbedarf übrigens keine Rolle, wie viel Eiweiß man mit der Nahrung zu sich nimmt.

 

Wie gelingt die Versorgung mit Vitamin B6?

Vitamin B6 kommt in vielen Lebensmitteln vor, etwa in Fisch, Fleisch, Geflügel, in Schalentieren, Vollkorngetreide, Nüssen und in Gemüse wie Paprika. Erfahren Sie mehr in unserer Lebensmittel-Galerie.

Ein rein ernährungsbedingter Vitamin-B6-Mangel tritt in Deutschland eher selten auf. Meist lassen sich Defizite auf übermäßigen, langjährigen Alkoholmissbrauch zurückführen. Auch orale Kontrazeptiva (Antibaby-Pille) und einige Medikamente gegen Epilepsie, gegen Depressionen oder gegen Asthma verringern den Spiegel im Körper.

Ein Vitamin-B6-Mangel führt anfangs zu Symptomen wie eingerissenen Mundwinkeln, zu einer größeren Infektanfälligkeit und bei Frauen zu Menstruationsbeschwerden.

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Wie wichtig ist Vitamin B6 in der Schwangerschaft?

Der Tagesbedarf an Vitamin B6 ist in der Schwangerschaft erhöht und verändert sich im Laufe der neun Monate. Umso wichtiger ist es, ihn durch entsprechende Lebensmittel zu decken.

Zudem haben Studien Hinweise darauf gegeben, dass eine erhöhte Vitamin-B6-Zufuhr Schwangerschafts-Übelkeit verringern kann. Dazu sollte gegebenenfalls Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

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