Vitamin-B5-Mangel: Ursachen und Behandlung

Julia Klinkusch Medizin- und Wissenschaftsjournalistin

Ein Vitamin-B5-Mangel kommt häufiger bei Frauen vor. Dabei ist das Vitamin wichtig für den Fettstoffwechsel und die Energiegewinnung. Daher sollte man einen Mangel behandeln lassen und den Ursachen auf den Grund gehen.

Inhalt
  1. Was sind die Ursachen für einen Vitamin-B5-Mangel?
  2. Welche Symptome treten bei einem Vitamin-B5-Mangel auf?
  3. Wie sieht die Behandlung eines Vitamin-B5-Mangels aus?
 

Was sind die Ursachen für einen Vitamin-B5-Mangel?

Da Vitamin B5 (Pantothensäure) in fast allen Lebensmitteln vorkommt, ist ein schwerer Mangel hierzulande selten – anders als beim weit verbreiteten Jodmangel. Leichte Formen von Vitamin-B5-Mangel sind jedoch möglich. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass das Vitamin sehr hitzeempfindlich ist und beim Kochen, Braten oder Backen große Mengen verloren gehen.

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Aber auch eine Mangel- und Fehlernährung, wie der häufige Konsum von Fertigprodukten, und Diäten können zur Folgen, dass man mit der Nahrung zu wenige Vitamine und Mineralstoffe zu sich nimmt. Radikale Diäten könnten einer der Gründe sein, warum Frauen häufiger betroffen sind – denn statistisch gesehen versuchen sie häufiger als Männer, mit extremen Ernährungsumstellungen ihr Gewicht zu reduzieren. Auch Personen mit Essstörungen, wie Magersucht und Bulimie, leiden häufig unter Mangelernährung.

Chronischen Magen-Darm-Erkrankungen, wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, können ebenfalls eine Ursache für Vitamin-B5-Mangel sein. Bei ihnen ist die Darmschleimhaut dauerhaft entzündet, was die Möglichkeit verringert, Vitamin B5 in den Körper aufzunehmen. Ein ähnliches Problem haben Alkoholiker: Weil die Leber durch den Alkoholkonsum stark angegriffen ist, kann sie Vitamine und Nährstoffe nicht mehr richtig verwerten.

 

Welche Symptome treten bei einem Vitamin-B5-Mangel auf?

Da ein Vitamin-B5-Mangel oft in Verbindung mit einem weiteren Mangel im Vitamin-B-Komplex auftritt, ähneln sich auch die Symptome. Erste Anzeichen sind

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Schlafstörungen
  • Reizbarkeit und
  • leichte depressive Verstimmungen

Ein schwerer isolierter Vitamin-B5-Mangel ist hierzulande nur bei Alkoholikern oder extremer Mangelernährung, wie sie bei Magersucht vorkommt, bekannt. Er führt zum sogenannten „Burning-Feet-Syndrom“. Dabei kommt es zu einem schmerzhaften Brennen, Kribbeln und zu Taubheit der Fußsohlen. Auch Muskelschwäche ist Symptom eines stärkeren Vitamin-B5-Mangels.

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Wie sieht die Behandlung eines Vitamin-B5-Mangels aus?

Diagnostiziert der Arzt tatsächlich einen isolierten, akuten Vitamin-B5-Mangel, muss dieser rasch behoben werden. Über die Ernährung sind die Vitamin-B5-Mengen, die dafür notwendig wären, nicht schnell genug erreichbar. Bei schweren Mangelerscheinungen kann die Behandlung mit bis zu 1.000 Milligramm Vitamin B5 pro Tag nötig sein. Dafür müsste man beispielsweise 1,5 Kilogramm Leber pro Tag essen. Bei leichteren Mängeln werden Dosierungen von 100 bis 200 Milligramm Vitamin B5 verordnet.

Auch wenn Vitamin B5 selbst in hohen Dosierungen so gut wie keine Nebenwirkungen verursacht, sollte die Behandlung eines Vitamin-B5-Mangels immer mit dem Arzt abgesprochen werden.

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Quellen:

Biesalski, Hans Konrad (2016): Vitamine und Minerale. Stuttgart: Georg Thieme Verlag

Gröber, Uwe (2011): Mikronährstoffe. Metbolic Tuning – Prävention – Therapie, Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 

 

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