Vitalpilze: asiatische Pilze mit therapeutischer Wirkung?

Redaktion PraxisVITA

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) kennt Vitalpilze schon seit Tausenden von Jahren. Sie werden eingesetzt, um den Blutdruck zu regulieren oder das Immunsystem zu stärken. Mehr über die Anwendungsgebiete Wirkung von Vitalpilzen.

Verschiedene Pilze auf einem Holztablett und einem Handtuch
Bei Vitalpilzen ist der Name Programm: Die Pilze sollen vielfältige positive Effekte auf die Gesundheit haben Foto:  istock_Easyturn
Inhalt
  1. Was sind Vitalpilze?
  2. Anwendungsgebiete und Wirkung von Vitalpilzen
  3. In welcher Dosierung werden Vitalpilze eingesetzt?
 

Was sind Vitalpilze?

Vitalpilze werden aufgrund ihrer sogenannten bioaktiven Substanzen gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Sie kommen häufig als Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz und zählen dabei zu den „Botanicals“. In dieser Form sind die Pilze zu Pulver zermahlen und als Kapseln, Tabletten oder Pulver erhältlich. Einige der eingesetzten Pilze wachsen in Europa, der Großteil ist allerdings auf dem asiatischen Kontinent heimisch. Heilpraktiker verordnen Vitalpilze meist im Rahmen einer „Mykotherapie“, deren Ursprung in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) liegt.

 

Anwendungsgebiete und Wirkung von Vitalpilzen

So verschieden die Vitalpilze sind, so unterschiedlich sind auch die jeweiligen Anwendungsmöglichkeiten. Viele Pilze sollen unter anderem gegen Bakterien (antibakteriell) und Viren (antiviral) wirken, andere sollen das Immunsystem beeinflussen (immunmodulierend) und schädliche Sauerstoffverbindungen bekämpfen (antioxidativ).

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Die meisten Erkenntnisse über die Wirkung von Vitalpilzen stammen jedoch aus Laboruntersuchungen und Tierstudien – die Ergebnisse sind als Hinweise zu werten, lassen sich jedoch nicht auf Menschen übertragen.

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über wichtige Vitalpilze und ihre möglichen Anwendungsgebiete und Wirkungen.

VitalpilzWirkung
Agaricus blazei murrill (Brasil Egerling / Mandelpilz)antiallergen, tumorhemmend, antibakteriell, antiviral
Auricularia (Auricularia auricula-judae und Auricularia polytricha, „Judasohr“)immunstabilisierend, cholesterinsenkend, blutverdünnend, antioxidativ, durchblutungsfördernd
Coprinus comatus (Schopftintling)blutdrucksenkend, blutzuckersenkend
Cordyceps sinensis (Chinesischer Raupenpilz)immunmodulierend, immunstärkend, Libido stärkend, antibakteriell
Ganoderma lucidum (Reishi, Glänzender Lackporling)blutdrucksenkend, antibakteriell, antiviral, schmerzlindernd
Grifola frondosa (Maitake, Klapperschwamm)blutdrucksenkend, immunstärkend, antibakteriell, antiviral
Hericium erinaceus (Igelstachelbart)

antibakteriell

Lentinula edodes (Shiitake)cholesterinsenkend, entzündungshemmend
Pleurotus ostreatus (Austernseitling)cholesterinsenkend, antioxidativ, antibakteriell
Polypeorus umbellatus (Eichhase)

blutdrucksenkend, antioxidativ

 

In welcher Dosierung werden Vitalpilze eingesetzt?

Es gibt keine generellen Dosierungsempfehlungen für Vitalpilze. In der (TCM) werden zur Behandlung von akuten Krankheitsbildern 500 bis 1.000 Milligramm Pilzextrakt oder Pilzpulver eingenommen, verteilt über zwei bis drei Gaben am Tag. Weil aber alle Vitalpilze unterschiedliche Zusammensetzungen aufweisen und jeder Mensch individuelle Bedürfnisse und Beschwerden hat, empfiehlt es sich, einen Heilpraktiker um Rat zu fragen. Er stellt für jede Person auch eine individuelle Mischung an Vitalpilzen zusammen.

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