Verstopfung: Ursachen und Risikofaktoren

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Es gibt viele unterschiedliche Verstopfung-Ursachen. Beispielsweise kann sie als Symptom einer anderen Erkrankung auftreten. PraxisVITA erklärt, welche Ursachen es für Verstopfung gibt und was dagegen hilft.

Bei Verstopfung können organische Ursachen fehlen – Mediziner sprechen dann von einer primären oder funktionellen Verstopfung. Die sekundäre Form der Erkrankung liegt vor, wenn die Verstopfung-Ursachen in der Einnahme bestimmter Medikamente oder einer anderen Erkrankung liegen. Die Verstopfung tritt dann als Nebenwirkung oder als begleitendes Symptom auf. Häufig kommen Verstopfungen in Zusammenhang mit den folgenden Erkrankungen vor:

Bei Frauen gehört auch eine Schwangerschaft zu den typischen Verstopfung-Ursachen: Ein bestimmtes Hormon, das sogenannte Progesteron, wird dann verstärkt ausgeschüttet. Das macht den Dickdarm nachweislich träge. Aufgrund der hormonellen Veränderungen entwickeln Frauen auch kurz vor der Menopause überdurchschnittlich häufig Verstopfungen.

Junge Frau sitzt mit Bauchschmerzen auf dem Bett
Verstopfung kommt bei Frauen häufig hormonbedingt vor. Sie treten zum Beispiel in der Schwangerschaft und kurz vor der Menopause auf © iStock/elenaleonova
 

Ursachen für Verstopfung: Medikamente und Krankheiten

Wie können manche Krankheiten und Medikamente letztlich eine Verstopfung hervorrufen? Zum einen, indem sie die Bewegung des Dickdarms verlangsamen. Er wird träge und transportiert den Stuhl deutlich langsamer in Richtung Enddarm. Nachrückende, unverdauliche Nahrungsreste aus dem Dünndarm stauen sich an. Und das hat Folgen: Der Dickdarm hat deutlich mehr Zeit, dem Stuhl Wasser und Salze zu entziehen. Das macht ihn trockener, hart und klumpig.

Verstopfung-Ursachen
Verstopfungen können auch als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten© Shutterstock

Ein zweiter Mechanismus, der zu einer Verstopfung führt, ist die sogenannte Entleerungsstörung. Der Dickdarm bewegt sich dabei weitgehend normal, transportiert also den Stuhl ordnungsgemäß in Richtung Enddarm. Menschen mit einer Entleerungsstörung können den Stuhl allerdings nicht oder nur mit großer Mühe absetzen. Bestimmte Veränderungen im Enddarm, wie beispielsweise Ausbuchtungen oder Einstülpungen, behindern die Entleerung.

Darüber hinaus liegt die eine der Verstopfung-Ursachen häufig in der Einnahme von verschiedenen Medikamenten gegen:

  • Allergien
  • Bluthochdruck
  • Depression
  • Epilepsie
  • bestimmte Herzerkrankungen
  • Magen-Darm-Geschwüre
  • bestimmte psychische Erkrankungen
  • starke Schmerzen
  • Sodbrennen

Ob falsche Ernährungsgewohnheiten, wenig Bewegung und wenig Flüssigkeit tatsächlich als alleinige Verstopfung-Ursachen in Frage kommen, ist bis heute fraglich. Sicher ist dagegen, dass diese Faktoren eine bestehende Verstopfung verstärken können.

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