Versteckte Depression: Diese 5 Symptome sprechen dafür

Miriam Mueller-Stahl Medizinredakteurin

Eine versteckte Depression ist nicht leicht zu erkennen. An diesen fünf Anzeichen erkennt man, dass es sich um die psychische Erkrankung handelt.

Das können Symptome einer versteckten Depression sein.
Eine versteckte Depression ist nicht leicht zu erkennen Foto:  iStock/kitzcorner
Inhalt
  1. Gefühlsschwankungen als Symptom einer versteckten Depression
  2. Unzuverlässigkeit deutet auf versteckte Depression hin
  3. Einsamkeit als Anzeichen der psychischen Erkrankung
  4. Chronische Erschöpfung weist auf eine Depression hin
  5. Gewichtsschwankungen als Symptom einer versteckten Depression
  6. Was hilft bei einer versteckten Depression?

Eine Depression ist oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Oft ist es ein schleichender Prozess, in dem sich aus Traurigkeit eine psychische Erkrankung entwickelt. Um so wichtiger ist es eine versteckte Depression rechtzeitig zu erkennen. Diese Symptome sprechen dafür.

 

Gefühlsschwankungen als Symptom einer versteckten Depression

Menschen, die unter einer Depression leiden, reagieren häufig extrem. So kann es sein, dass sie sensibler sind und schneller in Tränen ausbrechen. Es kann auch sein, dass Betroffene keine Geduld haben und schnell wütend werden. Sie können ihre Emotionen oft nicht kontrollieren, sondern sind ihnen ausgeliefert. Dadurch haben sie extreme Gefühlsschwankungen.

 

Unzuverlässigkeit deutet auf versteckte Depression hin

Menschen, die unter einer versteckten Depression leiden, können auch Phasen haben, in denen es ihnen gut geht. In diesen Hochphasen schmieden sie viele Pläne und strotzen vor Energie. Doch in den schlechten Phasen schaffen sie es nicht, diese Pläne umzusetzen. Sie sagen Termine ab oder vergessen diese.

 

Einsamkeit als Anzeichen der psychischen Erkrankung

Depressive Menschen ziehen sich häufig zurück. Auch hierbei kann der Prozess schleichend sein. Es kann passieren, dass man Betroffenen auf der Arbeit nichts anmerkt. Am Wochenende schaffen sie es aber nicht, die Wohnung zu verlassen und kapseln sich von ihren Mitmenschen ab. So beginnt eine soziale Isolation, die das Krankheitsbild schnell verschlimmern kann.

 

Chronische Erschöpfung weist auf eine Depression hin

Bei einer psychischen Erkrankung ist der Körper permanent unter Stress. Das führt zu Schlafstörungen, da Körper und Geist nicht abschalten können. Durch den Schlafmangel leiden Betroffene unter chronischer Erschöpfung. Gerade bei depressiven Menschen kann dies der Fall sein.

 

Gewichtsschwankungen als Symptom einer versteckten Depression

Extreme Gewichtsveränderungen können ein deutliches Anzeichen einer versteckten Depression sein. Dabei kann es sich in beide Extreme entwickeln. Manche Menschen mit Depressionen essen vermehrt und nehmen demnach zu. Anderen fehlt die Kraft zum Essen und sie nehmen immer mehr ab.

 

Was hilft bei einer versteckten Depression?

Das Wichtigste ist, ehrlich zu sich selbst zu sein und sich folgende Fragen zu stellen:

  • Leide ich häufig unter Stimmungsschwankungen?
  • Bin ich sehr unzuverlässig?
  • Esse ich aus Frust oder gar nicht?
  • Ziehe ich mich häufig zurück?
  • Leide ich unter Schlafstörungen?

Wenn man bei sich selbst eines der Symptome oder sogar mehrere Anzeichen wahrnimmt, ist es wichtig, sich therapeutische Hilfe zu holen. Je früher die Probleme angegangen werden, desto besser ist es möglich, die Krankheit zu überwinden.

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Zudem gibt es Strategien gegen die Erkrankung anzugehen:

  • Vor allem Bewegung ist eine bewährte Möglichkeit Depressionen zu lindern, denn sportliche Betätigung kurbelt die Produktion an Glückshormonen an. Man fühlt sich daher automatisch besser und ausgeglichener.
  • Wer nachts unter Gedankenspiralen leidet und daher nicht zur Ruhe kommt, kann seine Gedanken aufschreiben. So können die Gedanken sortiert werden. Das hilft beim Abschalten.
  • Wer unter einer versteckten Depression leidet, sollte versuchen, sich seinem Umfeld zu öffnen und sich nicht zurückzuziehen. Das kostet zwar Mut, aber hilft den Mitmenschen sich in die Lage des Betroffenen hineinzuversetzen und Hilfe anbieten zu können.
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